Freizügige Unterhaltungen: iMessage-Fehler trifft Apple-Store-Mitarbeiter

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Bereits im Dezember meldeten wir, dass es einen Fehler in Apples iMessage-Implementation gibt, durch den die Kurznachrichten auch auf iOS-Geräten erscheinen, die nicht mehr im eigenen Besitz sind. Dies musste nun auch ein Apple-Store-Mitarbeiter am eigenen Leib erfahren, dessen mitunter freizügige Kurznachrichten nicht nur bei den erwarteten Empfängern eintrafen.

Freizügige Unterhaltungen: iMessage-Fehler trifft Apple-Store-Mitarbeiter

Die von Gizmodo beschriebene Situation ergab sich wie folgt: Ein Kind, im Alter von weniger als 18 Jahren, hatte Probleme mit seinem iPhone 4. Daraufhin wurde das Gerät von seiner Mutter zum Apple Store gebracht, um vom Genius – seine Freunde nennen ihn Wiz – repariert zu werden.

Nach der Wartung war das Gerät zwar wieder voll funktionsfähig, hatte nun jedoch ein unerwünschtes Feature: Jede Kurzmitteilung von Wiz erscheint fortan auf dem Gerät des Kindes. Darunter auch diverse private Unterhaltungen und Fotos. Versuche das Gerät zurückzusetzen und sich so dem ungewollten Abhörmechanismus zu entledigen, sind dem Bericht zufolge fehlgeschlagen.

Wie es genau dazu kam, ist bislang nicht bekannt. Die beschriebene Situation legt jedoch nahe, dass der Mitarbeiter seine SIM-Karte in das iPhone des Kunden gelegt hat, um das Gerät zu aktivieren. Der Apple-Mitarbeiter scheint von dem im Dezember berichteten Problem nichts gewusst zu haben. Und auch von der Tatsache, dass seine Nachrichten nicht ausschließlich bei den gewünschten Empfängern ankommen, ahnte er bislang offensichtlich nichts.

Eine Stellungnahme von Apple zu dem Problem gab es damals nicht. Eine mögliche Lösung schien bislang ein Blick in das eigene Apple-Profil zu sein. Das setzt allerdings voraus, dass man weiß, dass das Problem existiert und nicht nur die eigenen Geräte registriert sind.

Im vergangenen Dezember wurde das Problem erstmals nach einem Bericht von Ars Technica in der breiten Öffentlichkeit diskutiert. Dort ging es jedoch noch um verlorengegangene oder gestohlene Geräte. Ebenfalls betroffen sind diejenigen, die vom iPhone auf ein nicht-iOS-Smartphone umsteigen.

Eine offizielle Lösung existiert bis heute nicht.

Update: Apple hat sich zu dem oben beschriebenen Fall geäußert.

Zum Thema: Unterschiede zwischen SMS und iMessage

(Bild: Gizmodo)

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