Ab iOS 4: iPhone speichert Lokalisierungsdaten [Update]

Ben Miller
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Ab iOS 4: iPhone speichert Lokalisierungsdaten [Update]

/Update 21. April 2011: Siehe Nachtrag!

iPhoneTracker

Überraschend und interessant zugleich präsentiert uns O’Reilly eine bislang unbekannte Funktion in iOS 4. Bei dem Fundstück handelt es sich um eine unverschlüsselte Datenbank-Datei namens “consolidated.db”, die Kompass- sowieWifi- und Funkzellen.Daten enthält, die das iPhone bzw. das 3G-iPad seit dessen Update auf iOS 4 aufgezeichnet hat.

httpv://www.youtube.com/watch?v=GynEFV4hsA0&feature=player_embedded

Wie bereits erwähnt ist die Datei unverschlüsselt. Sie findet sich nicht nur auf dem jeweiligen Device sondern auch auf etwaigen Computer, mit denen das iOS-Device gesynct und folglich ein Backup des Gerätes erstellt wurde. Hat man Zugang zu dem Computer, hat man auch Zugang zu diesen Daten.

Jedoch sei gesagt, dass diese Daten allein nicht verraten wer das jeweilige Gerät verwendet hat, noch was mit dem Gerät getan wurde. Sie zeigen “nur”, wo das Gerät wann war und welche Bedingungen dort vorherrschten. Beispielsweise wie gut das Funksignal oder wie stark das Magnetfeld war bzw. ob der Kompass funktioniert hat (= nur wenn eine App mit Lokalisierungsfunktion verwendet wurde). Auch sind die Daten teilweise schlicht falsch, aus welchen Gründen auch immer.

Mit einer kleinen kostenlosen App für OS X namens iPhoneTracker, die O`Reilly bereitgestellt hat, lässt sich diese Datenbank aus einem in iTunes gespeicherten iOS-Backup auslesen.

Apple wurde bereits über diesen Fund informiert, hat sich aber noch nicht zu Wort gemeldet. Dementsprechend ist nicht klar ob es sich um einen Bug oder ein “Feature” handelt.

/Update: Das “Problem” ansich, zumindest betreffend Sicherheit, lässt sich mit verschlüsselten iPhone-Backups beheben. Diese können in iTunes auf der Geräte-Seite aktiviert werden. Backups werden mit dieser Funktion verschlüsselt, so auch diese Daten.

Auch wurde diese Thema bzw. diese Funktion schon letztes Jahr von Apple gegenüber dem U.S. Kongress erläutert. Es dürfte sich hierbei also um Daten zur Verbesserung der Lokalisierungsfunktion handeln (“Wo bin ich?”).

Auf dem iOS-Gerät sind diese Daten logischerweise sicher, es sei denn man Hebelt die Sicherheitsmechanismen mittels Jailbreak aus. Verständlicherweise sind diese Daten in einem unverschlüsselten Backup unverschlüsselt. Es empfiehlt sich daher wie bereits erwähnt die iTunes Backup Verschlüsselung zu aktivieren.

/Update 2: Apples Mobilfunkgeräte, wie auch sogut wie alle Smartphones anderer Hersteller, verfügen über A-GPS, Assisted GPS. Das bedeutet, dass nicht ausschließlich der GPS-Chip alleine die aktuelle Position bestimmt, sondern in Zusammenarbeit mit WiFI- und Mobilfunknetzen bzw. Funkzellen. Die Daten, die in der Datenbank zu finden sind, sind diese “Pings” an diese Funkzellen. Es scheint zudem so zu sein, dass das jeweilige Gerät diese Datenbank dazu verwendet, um quasi “dazuzulernen” und zukünftige Lokalisierungen zu verbessern bzw. zu beschleunigen. via twit.tv

Weitere Themen: Update, iPhone, AppKack der Woche: Die schlechtesten Mobile Games, Apple

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