Ab iOS 5: Software-Updates over-the-air

Ben Miller
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Ab iOS 5: Software-Updates over-the-air

OTA-Updates für iOS
Wie 9to5mac bezugnehmend auf mehrere Quellen berichtet, arbeitet Apple an sogenannten “over-the-air”-Updates, kurz OTA-Updates, für iOS. Mit dieser Funktion kann sich ein iOS-Gerät ohne zusätzlichen Computer, quasi selbst über die eigene Internetverbindung updaten.

Den Hinweisen zufolge sollen zuerst CDMA-iPhones des Providers Verizon ab iOS 5 mit diesem Feature ausgestattet werden. iOS 5.0 selbst soll noch nicht over-the-air angeboten werden, jedoch darauf folgende Updates.

Über diese Funktion verfügt bereits die zweite Apple-TV-Generation auf der auch iOS als Betriebssystem zum Einsatz kommt. Auch Android kann sich over-the-air updaten.

OTA-Updates sind ein sehnlichst erwartetes Feature, müssen doch auch iPads als angepriesene “Post-PC-Devices” für jedes Update an einen Computer angeschlossen werden. Zusammen mit iTunes Cloud Syncing könnte ein Computer für den Betrieb und die Wartung eines iOS-Gerätes komplett überflüssig werden. Dann erst wären iPad, iPhone und Co. wirklich “Post-PC”.

Rein technisch muss ein OTA-Update weder langwieriger, noch komplizierter als ein reguläres Update sein. Die anfallenden Datenmengen wären geringer, da nur Dateien und Features heruntegeladen werden müssten, die für das Update relevant sind.

Aktuell läd iTunes für jedes Update die komplette Firmware mit einer Größe von derzeit um die 600MB herunter, damit der User das jeweilige Gerät auf Wunsch auch komplett neu aufsetzen kann.

Wählt man in iTunes nur “Update” statt “Wiederherstellen” aus, werden nur die Neuerungen aus der heruntergeladenen Firmware auf das iOS-Gerät übertragen.

Ein Update ansich ist keine 600-800MB schwer, sondern die gesamte Firmware. Das Downloaden einer kompletten 600MB-Firmware für das Ändern beispielsweise einer einzelnen 50KB-Cache-Datei wäre Apple-untypisch ineffizient und auch einfach unlogisch, würde somit auch nicht zugelassen werden.

OTA-Updates wären also durchaus ohne große Probleme machbar, vorausgesetzt auch die Mobilfunk-Provider willigen ein, den im Zuge des Updates über das Mobilfunknetz anfallenden Datenverkehr nicht regulär zu verrechnen. Auch wäre der jeweilige Provider dann quasi der Verteiler für diese OTA-Updates. Mit Verizon scheint Apple nun den ersten Partner hierfür gefunden zu haben.

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