Angetestet: iOS 4.2 auf dem iPad

Rudi
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Wie wir gestern berichteten, hat Apple gestern eine erste Beta von iOS 4.2 freigegeben. Das ist auch die erste Möglichkeit für Apples Entwicklergemeinde, Multitasking & Co. auf einem iPad zu testen. Auch wir haben die neueste Version von Apples mobilem Betriebssystem für euch ausgiebig getestet. An Performance hat das iPad trotz Multitasking nichts eingebüßt, was angesichts der nur 256MB Arbeitsspeicher erstaunlich ist. Was es alles neues gibt und was wir sonst noch Interessantes entdeckt haben, erfahrt ihr nach dem Break.

Multitasking

Wie schon bei iPhone und iPod touch kann man nun auch mit dem iPad durch zweifaches Klicken auf die Home Taste eine Liste mit allen laufenden Applikationen aufrufen. Neu ist allerdings, dass man durch einen Wisch nach links nicht nur die Elemente für die Musiksteuerung angezeigt werden, sondern man auch gleich die Helligkeit regeln kann. Außerdem wird künftig per Tipp auf den dort gezeigten Knopf die Displayausrichtung gesperrt, der hardwareseitige Schalter stellt ab jetzt den Ton leise.

Ordner

Natürlich kann man auf dem iPad jetzt auch endlich Ordner erstellen. Das funktioniert, indem man eine Applikation auf eine andere zieht und dort loslässt. Auf dem iPad passen aber aufgrund des größeren Displays 8 Programme mehr in einen Ordner, insgesamt kommt man so auf 20 Apps.

Game Center

Das in iOS 4.1 eingeführte Game Center wurde von der grundlegenden Struktur her wenig verändert, nur ist natürlich alles an den viel größeren Bildschirm des iPads angepasst. So werden beispielsweise Spiele nicht in einer Liste angezeigt, sondern jeweils drei nebeneinander in kleinen Kästen. In der Freundesliste werden wie bei anderen Listenansichten die Freunde links angezeigt, bei einem Tipp auf eine Person bekommt man auf der rechten Seite detailliertere Informationen zu sehen.

App Store

Im App Store selbst hat sich nur eine Kleinigkeit verändert, im Tab Updates sind die Buttons zum Laden der jeweiligen Aktualisierung nun blau. Anzumerken ist jedoch, dass in der aktuellen Beta kein Click & Buy unterstützt wird. Wer keine Kreditkarte nutzt kann also derzeit auf seinem iPad keine Einkäufe tätigen.

Mail

Apple hat nun auch auf dem iPad einen gemeinsamen Posteingang/Postausgang eingeführt, wie er seit iOS 4 auf jedem iPhone zu finden ist. Außerdem sind die Eingänge nochmals einzeln gelistet, damit man eine Übersicht über die empfangenen Mails hat und nicht wie in iOS 3.2 erst den Account anklicken und dann den Eingang öffnen muss. Auch hat Apple eine kleine Anpassung bei der Tastatur vorgenommen: Streicht man mit dem Finger auf einem Buchstaben nach oben, werden die dazugehörigen Umlaute alle angezeigt. Zur schnelleren Auswahl ist der meistbenutzte Umlaut (a, ö, ü, ß) in der Mitte platziert.

Lockscreen

Das iPad lässt sich nun auch mit einem Code sperren, der nicht nur aus Zahlen besteht. Dazu deaktiviert man unter Einstellungen -> Allgemein -> Code-Sperre die Option “Einfacher Code”. Jedoch wird beim entriegeln nicht die normale Tastatur angezeigt, sondern eine dem Design des Lockscreens angepasste – und wie ich persönlich finde eine wunderschöne – Tastatur in schwarz. Denkbar wäre auch, das Apple in Zukunft dem User die Wahl lässt, ob er systemübergreifend die schwarze oder die bis jetzt bekannte weiße Tastatur verwendet wird.

Notizen

Auch die Notizen-App hat Apple angepasst, sodass nun unter  Einstellungen -> Notizen eine alternative Schriftart ausgewählt werden kann. Dabei hat man die Wahl zwischen Chalkboard, Helvetica und Marker Felt, wie sie jeweils aussehen seht ihr in diesem Bild:

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