Apple auf der Black-Hat-Konferenz: Teilnehmer wenig begeistert

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Die diesjährige Black-Hat-Konferenz in Las Vegas brachte ein Novum mit sich: Zum ersten Mal nahm auch Apple an der Hacker-Konferenz teil. Apples Plattform-Sicherheits-Manager Dallas De Atley äußerte sich in einer Präsentation zur iOS-Sicherheit. Viele Teilnehmer schienen sich aber mehr erhofft zu haben.

Apple auf der Black-Hat-Konferenz: Teilnehmer wenig begeistert

Wie in allen Bereichen äußert sich Apple auch in Sachen Software-Sicherheit nur sporadisch zu aktuellen oder gar zukünftigen Entwicklungen. Das Unternehmen veröffentlicht in der Regel lediglich Sicherheits-Updates für seine Betriebssysteme, ohne sich groß weiter über das Thema zu äußern. Zwei Ausnahmen waren im letzten Jahr die Malware Mac Defender und in diesem Jahr der Trojaner Flashback, über die Apple jeweils in einem Support-Dokument informierte.

Dass Dallas De Atley am Donnerstag überhaupt auf der Black-Hat-Konferenz auftrat, galt schon vorab als Zeichen dafür, dass Apple in Sachen Sicherheit etwas transparenter sein würde. Wie das Bits-Blog der New York Times berichtet, war De Atleys Auftritt allerdings nicht gerade bahnbrechend.

Der Apple-Sicherheitsexperte erklärte, wie sich Apple beim Design des iOS Mühe gegeben habe, das Betriebssystem von Grund auf nach Sicherheitsgesichtspunkten zu gestalten. Zugriffe von außen sind aufs Betriebssystem nur eingeschränkt möglich, alle Apps arbeiten separat von einander in einer “Sandbox”, so dass eine App nur schwer anderen Apps schaden kann.

Benutzerdarten befänden sich in einer Partition außerhalb des Betriebssystems mit einer eigenen Verschlüsselung, so dass sie sicher sind und außerdem Updates des iOS immer unversehrt überstehen. Bemerkenswert sei beim iOS ohnehin, dass sehr viele Benutzer – rund 80 Prozent – auf dem neuesten Stand seien. Letzteres war wohl auch als Seitenhieb gegeben Google zu verstehen, dort ist die Quote der Benutzer mit der jüngsten Android-Version deutlich niedriger.

Nach dieser von PowerPoint- – oder eher: Keynote-Folien – unterstützten Präsentation verließ De Atley die Bühne, ohne sich Fragen der Teilnehmer zu stellen. Vieles von dem, was er zu berichten hatte, dürften die Teilnehmer ohnehin gewusst haben, die Beantwortung von Fragen wäre für sie wohl am spannendsten gewesen. Dass De Atley aber überhaupt an der Konferenz teilnahm, lässt sich trotzdem als Schritt nach vorne bewerten, wie auch die New York Times findet.

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