Apple Event Zusammenfassung: iPad 2, iOS 4.3 und Steve Jobs - 2. März 2011

Thomas Konrad
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Auf dem heutigen Special Event hat Apple unter anderem ein neues iPad vorgestellt. Das iPad 2 hat zwei Prozessorkerne, ist deutlich dünner und leistungsfähiger als sein Vorgänger. Es ist in den Farben schwarz und weiß erhältlich und hat zwei Kameras. Die Applikationen iMovie und GarageBand sind nun auch für das Gerät verfügbar. Für eine Überraschung sorgte Apple CEO Steve Jobs Er ließ es sich nicht nehmen, die neuen Produkte zu präsentieren.

Steve Jobs persönlich eröffnete die Präsentation. Angesichts erschreckender Gerüchte über seinen Gesundheitszustand hatten das nur Wenige für möglich gehalten. Lange Zeit habe man laut Jobs an einem neuen Produkt gearbeitet, die Präsentation habe er daher nicht verpassen wollen.

Zahlen und Fakten
Den Anfang machten große Zahlen: Anwender haben bis heute ganze 100 Millionen iBooks aus Apples digitalen Buchladen heruntergeladen. Insgesamt gebe es nun 2.500 Verlage, einer kommt am heutigen Tage hinzu: Random House bringt über 17.000 Bücher in den Store. Unklar ist, inwiefern auch deutsche Anwender darauf zugreifen können.
Der App Store erweist sich einmal mehr als großer Erfolg. Für Apples iPad seien inzwischen 65.000 native Applikationen verfügbar. Zwei Milliarden US-Dollar habe man bislang auf die Konten von Entwicklern überwiesen. Diese können ihre Programme nun auf 100 Millionen iPhones anbieten, so viele Apple eigenen Angaben zufolge bislang verkauft. Allein im Jahr 2010 gingen zudem 15 Millionen iPads über den Ladentisch und bescheren Apple einen Marktanteil von über 90 Prozent. Kein anderer Tablet-Computer habe sich so gut verkauft.

iPad 2
Danach ging’s ans Eingemachte: Apples iPad 2. Das ist mit einem A5-Dual-Core-Prozessor ausgestattet und soll bis zu zweimal schneller arbeiten. Die Grafik-Leistung sei neunmal so gut wie bisher. Dennoch soll sich der Energiebedarf nicht erhöhen. Zehn Stunden soll der Akku demnach halten.

Apple verspricht ein rundum neues Design:
Das neue Gerät misst in der Tiefe nur 8,8 Millimetern und ist 33 Prozent dünner als sein Vorgänger. Die Rückseite ähnelt der Form des iPod Touch. 590 Gramm bringt das neue iPad auf die Waage, bisher waren es 680. Einige Merkmale erbt das neue iPad vom iPhone 4: Zwei Kameras, eine mit VGA-Auflösung vorn und eine für HD-Videos hinten, sowie ein Gyroskop für eine bessere Steuerung des Bewegungssensors. Zudem kann sich der Anwender zwischen einer weißen und einer schwarzen Version entscheiden. Gleich geblieben sind die verfügbaren Speicherkapazitäten: 16, 32 und 64 Gigabyte. Ab dem 25 März soll das Gerät hierzulande ab einem Preis von 499 Euro verfügbar sein.

Auch das passende Zubehör darf nicht fehlen: Apple bietet unter anderem einen HDMI-Adapter an, mit dem man den Bildschirminhalt des iPads mit bis zu 1080 Pixeln ausgeben kann. Außerdem gibt es eine neue Schutzhülle, Apple nennt sie “Smart Cover”. Mithilfe von Magneten lässt sich der Bildschirm des iPads abdecken. Das iPad schaltet sich in der Folge automatisch ab. Die versteiften Glieder der Hülle lassen sich auf- und zuklappen – so kann man Videos betrachten und Texte in angenehmer Haltung verfassen. In mehreren Farben ist die Hülle erhältlich, es stehen Leder- und Polyurethan-Versionen zur Verfügung.

iOS 4.3 und neue Software
Auch Apples mobiles Betriebssystem bietet in einer neuen Version 4.3 einige Neuerungen: Die Entwickler haben unter anderem die Leistung des Safari Browsers mithilfe einer neuen Nitro JavaScript-Enginge verbessert. Zudem beherrscht iOS nun die Freigabe-Funktion, die in Apples iTunes Software integriert ist. Anwender können nun wieder darüber entscheiden, ob sie den Schieberegler an der Seite des iPads zur Stummschaltung oder der Rotations-Sperre verwenden wollen.

Nicht nur für Video-Chats kann man die neue Front Kamera im iPad verwenden: Integriert in iOS 4.3 für das neue iPad ist nämlich eine Version von Photo Booth. Damit lassen Aufnahmen der Kamera mit Live-Effekten versehen.
Aufnahmen, die man mit dem neuen iPad gemacht hat, lassen sich mit einer neuen iMovie App direkt auf dem Gerät schneiden. Das funktioniert ähnlich wie auf dem iPhone 4 Der Anwender kann zahlreiche Sound-Effekte zu seinen Videos hinzufügen und zahlreiche Einstellungen vornehmen. Exportieren lassen sich fertige Videos unter anderem direkt zu Youtube Facebook und Video.

Für Musik-Freunde gibt es etwas auf die Ohren: Apples Musik-Software GarageBand gibt es nun auch für das iPad. Mehrere Software-Instrumente stehen zur Verfügung, unter anderem ein Klavier, Gitarren, Schlagzeuge und Bass-Gitarren. Anwender können verschiedene Software-Verstärker und -Effekte hinzufügen und bis zu acht Spuren aufnehmen und mischen. Eine AAC-Version des fertigen Liedes lässt sich direkt per E-Mail versenden, zudem kann man Projekte am Mac weiterverarbeiten. Sowohl iMovie als auch GarageBand sollen ab dem 11. März im App Store verfügbar sein.

http://movies.apple.com/datapub/us/podcasts/apple_keynotes/mar2011.m4v

Weitere Themen: Apple Keynote, iPad 2, Steve Jobs, iPad, AppKack der Woche: Die schlechtesten Mobile Games, Apple

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