Apple WWDC: Gerüchtesammlung zu Lion, iOS 5, iCloud, TimeCapsule A5, iPhone 5, MacBook Air, Mac Pro

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Die meisten Neuheiten der WWDC 2011 sind bereits bekannt. Während die Schlange vor dem Moscone Center in San Francisco wächst, kommen neue Gerüchte hinzu, auch zum iPhone 5 und zum MacBook Air mit Ivy Bridge. Über den Liveticker bei macnews.de erhalten wir ab 18.30 Uhr Gewissheit.

Heute abend 19 Uhr mitteleuropäischer Zeit wird Benjamin Miller von Partnerblog benm.at live von der Keynote zur WWDC 2011 berichten. Die ersten Eindrücke von ihm sind bereits online. In San Francisco wird es dann 10 Uhr sein und Ben wird sieben Stunden in der Schlange gestanden haben, denn die im Vorfeld von Apple herausgegebenen Pressetickets waren rar. Erhalten haben sie wie immer offenbar nur wenige europäische Vertreter einiger Wirtschafts- und Frauen- und Fachmagazine. Blogger und Newsportale aus aller Welt nehmen trotzdem die Mühe auf sich und berichten live aus dem Center. Denn obwohl ansonsten die Live-Berichterstattung mit Foto und Film von dem Seminaren und Workshops der fünftägigen Konferenz verboten ist, sind zur Keynote ausdrücklich auch Pressevertreter zugelassen. Aber die Platzzahl ist begrenzt und so müssen die Berichterstatter wie Kunden eines neuen iPad-Modells anstehen.

Dabei sind die Neuheiten, die Steve Jobs vorstellen wird, keine Geheimnisse mehr. Anders als sonst hatte Apple im Vorfeld in einer Pressemitteilung angekündigt, dass es in der Keynote und auf der Konferenz um folgendes gehen würde: um das neue Mac OS X 10.7 Lion, um die neue Version des mobilen Betriebssystms iOS 5 für iPad, iPhone und iPod touch und um die iCloud, das neue Dienste-Angebot von Apple auf Cloud-Computing Basis.

Mac OS X 10.7 Lion

Wie die achte Version von Mac OS X aussehen wird, weiß inzwischen wahrscheinlich jeder Apple-Beobachter.

In einer Produktvorstellung haben wir die wichtigsten Eigenschaften der vermutlich finalen Version zusammen gefasst. Vieles war schon mit den ersten Preview-Beta-Versionen bekannt geworden. Die genaue Funktionsweise und wie sie sich im Alltag gegenüber dem früheren Snow Leopard auswirkt, hat eine zwölfteilige Serie untersucht. Fest steht, dass zunächst nur wenige Anwendungen sämtliche Lion-Fähigkeiten unterstützen werden, wie in einem Entwickler-Roundtable deutlich wurde. Vermutlich werden wie bisher die Office- und Kreativ-Boliden wie Adobe CS5.5 und Microsoft Office erst später und möglicherweise mit kostenpflichtigen Neuversionen folgen. Dennoch: Die neuen Fähigkeiten von Lion sind vielversprechend, tatsächlich scheint Apple immer neue Schritte der Benutzerfreundlichkeit erreichen zu können. Auf der einen Seite wird das System mit den Erfahrungen aus dem mobilen, eindimensionalen Touchsystem iOS immer einfacher für Einsteiger und Alltag, auf der anderen Seite bleibt es interessant für professionelle Anwender und Netzwerke.

Mac OS X 10.7 Lion Server

Die Serverversion von Lion, Mac OS X 10.7 Server, ist noch Teil von Spekulationen. Es wird sicher eine

Vollversion geben, möglicherweise lassen sich die Serverfähigkeiten aber auch über ein Upgrade aus dem Mac App Store ergänzen, vermutet Hardmac. Ob das gesamte System über den App Store beziehbar wird, für den Mac OS X 10.6 Voraussetzung ist, ist ebenfalls noch nicht klar. Das große Datenvolumen der Installationsdatei könnte das neue iDataCenter von Apple in Carolina gewährleisten, das auch Voraussetzung für die Dienste der iCloud ist.

Preise und Verfügbarkeit

Nichts genaues weiß man nicht. Mit Snow Leopard, das sich den meisten Anwendern eher als kosmetisches Upgrade darstellte, zeigte sich Apple sehr moderat in der Preisgestaltung. Das Upgrade für Leopard-Besitzer kostete im August 2009 29 Euro, nur Besitzer früherer Versionen mussten 169 Euro bezahlen. Das als Major-Upgrade verstandene Lion könnte sich Apple allerdings auch teurer bezahlen lassen. Andererseits hat Apple gerade bei den eigenen Programmen wie Aperture, iWork und Co. in seinen App Stores die Preise gegenüber den DVD-Versionen deutlich reduziert. Wir vermuten einen mittleren Preis von etwa 79 Euro für das System und für das Lion-Server-Upgrade einen Preis von weniger als 70 Euro.

Dass das System bereits am 14. Juni zu erwerben ist, vermuten mehrere Quellen. Es könnte einer dieser Apple-Dienstage sein, an denen der Konzern gern Neuigkeiten präsentiert. Und schließlich ist eine Woche nach der Keynote Zeit für neue Nachrichten aus Cupertino.

iOS 5 mit Twitter und automatischen Updates

Sicher ist, dass Steve Jobs iOS 5 heute abend vorstellt. Wie das neue mobile Betriebssystem aussieht, weiß man

nicht, die jüngsten Vorstellungen bei Techcrunch und Daring Fireball werden nicht ganz falsch sein. In einer vorläufigen Produktvorstellung haben wir wahrscheinliche Fähigkeiten und Wünsche gegenüber gestellt. Was davon wahr wird? Schön wären ein besseres Benachrichtigungssystem und Widgets, angekündigt ist ein Major-Upgrade des Geologgings.

Spekuliert wird auch auf ein automatisches Update von Apps mit iOS 5, das bisher von Hand ausgelöst werden muss und sicher auch wahlweise so weiter geschehen kann. MacRumors hatte über einen entsprechenden Hinweis im iTunes-Store berichtet. Demnach würde auch die drahtlose Synchronisation über WLAN mit iTunes möglich. Ob auch die 20-MB-Grenze für drahtlos übertragene Inhalte aufgehoben wird? Verbessert wird offenbar das Zusammenspiel mit Twitter. Dass das Notification-System zur Anzeige aktueller Nachrichten und Events in iOS überarbeitet wird, dafür spricht der neue Job von Entwickler Peter Hajas bei Apple. Er hat Entsprechendes für iOS-Geräte mit Jailbreak entwickelt.

Preis und Verfügbarkeit

Bisher war jedes iOS-Upgrade kostenfrei, allerdings ließ sich nicht jedes auf jedem iOS-Gerät wirklich gut betreiben. Ältere iPod touch der ersten bis dritten Generation und iPhone 3 und 3GS könnten diesmal außen vor bleiben. Doch das muss nicht unbedingt sein, die vermuteten Änderungen haben eigentlich keine großen Hardware-Ansprüche, einzig im Betrieb könnte sich der Upload von Twitter-Fotos als behäbig heraus stellen. Wann iOS 5 kommt? Wahrscheinlich erst Mitte des Sommers, vermutlich im Juli. Um die Download-Last nicht unnötig zu vergrößern, wird Apple einen späteren Termin als den nächsten Apple-Dienstag wählen.

iCloud Datendienste

Sie kommt und wird uns alle umgeben, die iCloud. Was bisher zum neuen Apple-Datendienst bekannt ist, haben

wir in einer Produktvorstellung zusammen gefasst. Möglicherweise wird MobileMe integriert, wahrscheinlich wird bestehenden Teilnehmern ein Upgrade angeboten. Die iCloud soll das Streaming von Medieninhalten wie Musik, Filmen und Daten ermöglichen und die permanente Synchronisation zwischen allen über einen Account angemeldeten Geräten. Spekuliert wird schon, ob damit nicht sogar iTunes ersetzt werden könnte, doch wahrscheinlich ist das nicht.

Preis und Verfügbarkeit

Die Los Angeles Times will erfahren haben, dass die iCloud mit Streaming 25 Euro pro Jahr kostet – nach einer Testphase. Zum Vergleich: Bei MobileMe dauert diese 60 Tage, danach kostet der Service 79 Euro pro Jahr mit 20 Gigabyte Speicherplatz und 200 GB monatlichem Datenvolumen. Weil Apple nach den Cloud-Services von Amazon und Google spät dran ist, ist eine Öffnung der iCloud in den nächsten Wochen wahrscheinlich, da auch die Verträge mit der Musikindustrie unter Dach und Fach zu sein scheinen.

One More Thing

Als ob drei große Dinge für eine Keynote nicht schon genug wären, reicht der Herd in der Gerüchteküche diesmal gar nicht aus für die vielen Töpfe voll Spekuliertem.

Da ist zum einen die Knappheit der AirPort-Extreme-, AirPort-Express- und Time-Capsule-Basisstationen in den USA, von der MacRumors und TUAW berichten. Neue Produkte mit neuen Fähigkeiten

könnten also folgen. Im Zusammenspiel zwischen iCloud und neuer Time Capsule könnte also auch von unterwegs ständiger Zugriff auf das sensible “Home“-Verzeichnis des Macs möglich werden, etwas, was sich Mac-Nutzer schon seit der ersten Fassung von OS X erträumt haben. Die Daten bleiben dabei auf dem heimischen Mac und werden nicht in der iCloud im US-Apple-Datenschrank gespeichert. Die Time Capsule würde damit zu iCloud für daheim werden. Möglicherweise mit einem neuen Prozessor: Die Basisstationen sollen laut ArsTechnica mit den iOS-CPU A4 oder A5 aktiver werden.

Ein neuer Mac Pro mit Thunderbolt, schnelleren Prozessoren und kleinerem Gehäuse. Könnte auch sein, dass

er als One-more-thing auf die Bühne tritt. Schließlich ist der Dauerbrenner fast schon uralt, mit reduziertem Gehäusedesign könnte er günstiger werden, zudem als Server für Netzwerke nach dem Ende des Xserve wieder interessanter. Es wäre der richtige Zeitpunkt für die Einführung, da ja auch Mac OS X Lion Server schon eine Hauptrolle auf der WWDC erhält. Andererseits ist rein gar nichts dazu von der Zuliefererseite durchgesickert, so dass ….

Ein MacBook Air mit Ivy Bridge. Das kommt ganz sicher, berichtet uns aus dem Entwickler-Nähkästchen Ben

Miller, es sei “in der Pipeline“. Schließlich war er mit einem ganzen Flieger voller Entwickler von München aus nach San Francisco unterwegs. Zwar sollte die neue Generation der Bridge-Prozessorfamilie erst 2012 folgen. Doch auf der gerade zu Ende gegangenen Computex in Taiwan warb Hersteller Intel schon massiv für die schlanke Nachfolgerin von Sandy. Doch ist kaum vorstellbar, dass die Hardware schon soweit ist. Und eine Ankündigung für ein MacBook Air 2011 zum Weihnachtsgeschäft? Unwahrscheinlich, dass das Thema dieser frühsommerlichen WWDC sein sollte.

Das iPhone 5 hat auf jeden Fall einen Dual-Core-Prozessor, heißt es hinter vorgehaltener Entwicklerhand. Was es sonst noch hat, darüber spekulieren wir in einer vorläufigen Produktvorstellung. Dass es Teil des diesjährigen WWDC-Events werden könnte, ist nach allen Meldungen über den Stand der Dinge eher unwahrscheinlich. Bevor das iPhone 5 auftritt, soll schließlich noch das iPhone 4S seinen Rang auf den Verkaufslisten erhalten. Dafür könnte die WWDC allerdings der richtige Ort der Einführung sein. Ein absolut identisches Gehäuse, dafür aber ein Dual-Core-Prozessor, auf dem das neue iOS 5 doch schneller läuft? Warum nicht, zumindest als Ankündigung für irgendwann nach der Sommerpause.

Steve Jobs kehrt ins tägliche Geschäft zurück. Auch eine Ankündigung, die als One-more-thing hohe Aufmerksamkeit verdiente. Vielleicht macht er sein Engagement für Apple wieder offiziell und kehrt ins tägliche Business zurück?

Liveticker ab 18.30 Uhr

Was davon tatsächlich heute abend kommt, wir werden es gemeinsam im macnews.de-Liveticker erfahren. Ab etwa 18.30 Uhr online geht es los. Ben und Peter berichten live mit hoffentlich vielen Bildern von der Keynote. Und im Laufe der Woche von weiteren Neuigkeiten von der WWDC 2011.

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