Die "geheime" iOS-Neuerung: Ad-Hoc-Installationen leicht gemacht

macnews.de
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Wer als Entwickler seine iPhone-App von einer großen Zahl an Personen auf Herz und Nieren testen lassen will, sah sich bislang einer für alle Beteiligten recht umständlichen Prozedur gegenüber. Doch wie sich bei genauerem Hinsehen herausstellt, bietet iOS 4 die Möglichkeit, Beta-Versionen ganz ohne iTunes Synchronisation zu verteilen.

Die kleine Spiele-Schmiede Parade of Rain stieß auf einen Blogeintrag des Entwicklers Jeffrey Sambells. Darin erläutert er, wie man mithilfe der Geräte-IDs und der Entwickler-Umgebung Xcode die Programmdateien auf einem Server ablegt, so dass Beta-Tester diese ganz einfach direkt aus dem mobilen Safari oder sogar einer E-Mail heraus installieren können.

Via Xcode kann der Anwender Archive entweder an iTunes Connect senden, validieren oder eben mit anderen teilen. Das Programm erstellt eine PLIST-Datei, in der die Geräte-IDs der Tester ebenso gespeichert sind, wie die URL der Beta-App. Beide Dateien müssen im gleichen Ordner der Server-Struktur gespeichert werden und mithilfe einer von Jeffrey Sambells erstellten HTML-Datei wird die Installation der ipa-Datei für Testsubjekte kinderleicht. Einfach eine E-Mail mit dem entsprechenden Link an geneigte Beta-Tester gesandt und entspannt auf die Kritiken warten.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Wird den Probanden der Zugang zu einer App erleichtert, sind sie auch eher bereit, eine Rückmeldung zu geben. So können Programmfehler noch einfacher gefunden und ausgemerzt werden, wovon wiederum Entwickler und Anwender gleichermaßen profitieren. Der einzige Nachteil an der Sache, so die Programmierer von Parade of Rain, sei der für den Schöpfer einer Beta-App relativ große Aufwand, aus Xcode heraus eine installations-fähige Programmdatei zu erstellen und diese auf einem Server abzulegen.

Doch auch das sei allemal besser, als kaum Beta-Tester gewinnen zu können, weil viele zu faul sind, ständig ihre Geräte mit iTunes zu synchronisieren.

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