Die Zurückgebliebenen - Smartphones: Grafische Darstellung von Android und iOS-Support

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In den vergangenen 24 Stunden ging es in der Android-Welt mal wieder heiß her. Google hatte angekündigt, dass man dem nichtmals zwei Jahre alten Nexus One das offizielle Update auf Ice Cream Sandwich vorenthalten will. Doch wie sieht es eigentlich bei anderen Android-Smartphones und dem iPhone aus?

Die Zurückgebliebenen - Smartphones: Grafische Darstellung von Android und iOS-Support

Dieser Frage hat sich Michael Degusta in seinem Blog angenommen und eine Grafik mit diversen Android-Handys und den vier ersten iPhones gebaut und die Gründe für oder gegen die Update-Strategien untersucht. Begutachtet werden in seinem Artikel die Updates, die die Telefone in ihren ersten 3 Lebensjahren erhalten haben. Beachtet werden sollte dabei, dass es sich um Geräte handelt, die in den USA verkauft wurden.

Degusta suchte dazu die diversen Updates heraus, egal wie groß oder klein, und fügte diese in einer Tabelle zusammen. Wie man anhand der Tabelle erkennen kann, ist der Support der Android-Hersteller mitunter sehr löchrig.

Warum das so ist, ist eigentlich klar: Die Hersteller verdienen nach dem Verkauf eines Geräts nichts mehr. Updates verursachen daher Kosten, ohne das die Hersteller direkt etwas davon haben. Diese Entscheidung könnte sie allerdings einholen, wenn der Kunde nach einigen Jahren vor dem Kauf eines neuen Geräts steht und feststellt, dass der Support nicht-existent war.

Ähnlich kritisch sieht dies auch Instapaper-Entwickler Marco Arment, der Googles Entscheidung, dem Nexus One nach weniger als zwei Jahren die Updates zu verweigern, als möglichen Präzedenzfall für die gesamte Android-Branche sieht. Wenn Google selbst sagt, dass es okay ist, den Support so früh einzustellen, warum sollten andere Hersteller mehr bieten?

Aber auch für die App-Entwickler dürfte sich die löchrige Update-Strategie der Hersteller auf Dauer als Problem darstellen. Wenn sie neue Features eines Betriebssystems nutzen wollen, muss auf den Handys der Kunden natürlich die benötigte Betriebssystem-Version laufen.

Ein Grund, warum Updates von Android im Vergleich zu iOS so lange dauern – wenn sie denn überhaupt kommen – ist der Weg, den das Update gehen muss. Im Fall von iOS kommt das Update direkt von Apple ohne Umwege zum Kunden. Bei Android läuft das Update in der Regel von Google zum Handy-Hersteller, dann zum Provider und landet erst danach beim Kunden.

Wie seht ihr das mit den Updates der Hersteller? Sind diese für euch überhaupt wichtig? Würdet ihr eure Android-Updates auch lieber direkt von Google bekommen, ohne lange Umwege über Hersteller und Provider? Postet eure Meinung in die Comments!

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