Entwickler setzen weiterhin auf iOS statt Android

Holger Eilhard
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Noch sind es einige Monate bis wir Eric Schmidts Aussagen bezüglich der Verteilung von Android- und iOS-Apps auswerten können. In den vergangenen Monaten sah es jedenfalls nicht so aus, als würden sich Entwickler auf Googles Betriebssystem stürzen und neue Projekte beginnen – jedenfalls wenn man der Statistik von Flurry Glauben schenkt.

Die Daten für die von Flurry erzeugte Statistik stammen aus eigenen Datensätzen, die mit Hilfe von Flurry Analytics erhoben wurden. Dabei handelt es sich um ein Softwarepaket, das Entwickler in ihre Apps integrieren können. Das Unternehmen vermutet, dass insgesamt 25 Prozent aller heruntergeladenen Apps im App Store und Android Market mit Flurry Analytics ausgestattet sind. Das Statistikpaket werde von mehr als 55.000 Unternehmen genutzt und sei Bestandteil von mehr als 135.000 Apps.


(Bild: Flurry)

Die Statistik zeigt, dass die Entwickler in den vergangenen Monaten trotz steigender Android-Verkaufszahlen weiterhin auf iOS setzen, wenn es um den Start neuer Projekte geht. Der vergleichsweise große Sprung von 63 auf 73 Prozent bei den iOS-Projekten vom ersten zum zweiten Quartal 2011 begründet Flurry mit dem Ende des exklusiven iPhone bei AT&T in den USA. Im Januar 2011 stellte Apple das iPhone 4 auch für den Mobilfunkanbieter Verizon vor. Woher der Knick im geschätzten vierten Quartal herkommt, beantwortete Flurry allerdings nicht.

Aber warum präferieren Entwickler iOS und nicht Android? Flurry hat auch hierfür einige mögliche Antworten. Zum einen sei da die Aussage der Entwickler, dass sie mehr Geld bei Apple verdienen – Flurry spricht von drei- bis vierfachen Umsätzen. Ein Ausschnitt aus den In-App-Käufen diverser Apps, die sowohl für iOS als auch für Android verfügbar sind, zeigt, dass für jeden erwirtschafteten Dollar der iOS-App nur 24 US-Cent bei der Android-Anwendung eingenommen werden.

Zum anderen nennt Flurry die eigentlichen Bezahlungsmodalitäten. Im Android Market ist dies Google Checkout, das bislang noch keine weite Verbreitung hat. Mit den kürzlich gestarteten 10-Cent-Apps versucht Google dies derzeit zu ändern und die Nutzer dazu zu bringen, ihre Accounts mit Kreditkarten oder sonstigen Zahlungsmitteln zu verknüpfen. iOS bietet dank der iTunes-Integration dagegen unter anderem Kreditkarten, Bankeinzug und iTunes-Gutscheinkarten als Zahlmittel.

Wir dürfen also gespannt sein, ob Googles Eric Schmidt mit seinen Aussagen Recht behält und sich die App-Entwicklung innerhalb der nächsten sechs Monate zugunsten von Android entwickelt.

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