Erfolg dank Zeitungskiosk: Condé Nast meldet 268 Prozent mehr Abonnenten

Holger Eilhard

iOS 5 brachte auf dem iPad, iPhone und iPod einige große Neuerungen. Von Einigen übersehen und mancherorts auch als störend empfunden, öffnete sich Apple dem digitalen Zeitungsverkauf mit Hilfe des Zeitungskiosk. Nachdem iOS 5 nun seit rund zwei Wochen verfügbar ist, gibt es erste positive Verkaufszahlen zu berichten.

Wollten Publisher bislang ihre Magazine an Besitzer von iOS-Geräten verkaufen, blieb ihnen bis zur Vorstellung von iOS 5 nur der Weg über eine eigene App und In-App-Verkäufe oder der Verkauf über den iBook Store.

Letzteren nutzte unter anderem Exact Editions, die seit der Verfügbarkeit des Zeitungskiosk 14-mal mehr Downloads im Selbigen verzeichnen konnten. Einige Titel machten ein Plus von 150 Prozent im Vergleich zum vorherigen Verkauf.

Aber auch die Magazine von Condé Nast, zu denen unter anderem GQ oder The New Yorker gehören, zeigen bislang, dass Apples Plan aufgehen könnte und der Markt für digitale Zeitschriften über den Zeitungskiosk erreichbar ist. 268 Prozent (PDF-Datei) mehr Abonnenten konnte der Publisher vermelden. Einzelne Titel kamen auf ein Plus von 142 Prozent.

Als Grund für die Steigerungen nennt Condé Nasts Marketing VP Monica Ray den einfachen Zugang zu den Magazinen und die Tatsache, dass der Zeitungskiosk sich eben nicht ohne Tricks in einen Ordner verschieben lässt. Viele der aktuellen Käufer dürften sich zudem nur aus Interesse angemeldet haben, um die Angebote auszuprobieren. Wie viele Kunden auch nach den ersten Wochen noch Interesse am digitalen Zeitungs-Abo, wird sich erst mit der Zeit zeigen.

Die Konkurrenz in Form von Googles One Pass-Plattform konnte bislang keine Anhänger finden. Und das, obwohl Google den Publishern einen größeren Anteil an den Einnahmen überlässt und ihnen auch mehr persönliche Informationen der Abonnenten gibt.

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