iOS 4 - Was lange währt…

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Sobald sich die erste, schier ungezügelte Begeisterung über das erste iPhone im Juli 2007 gelegt hatte, zeigten sich die ersten Zweifler. Viele Funktionen fehlten dem Smartphone damals, die für andere Hersteller selbstverständlich waren. Seitdem haben sich Software und Hardware jedoch stark entwickelt.

Copy&Paste, Video-Aufnahme und ein Querformat-Keyboard sind schon länger Teil des iPhone-OS. Mit iOS 4 schaffte es gleich ein ganzer Haufen weiterer, zum Teil sehnlichst erwarteter Merkmale an Bord des Kassenschlagers aus Cupertino.
Auf System-Ebene hat Apple für das berüchtigte Multitasking-Problem eine passable Lösung gefunden. Anders als zuvor werden Apps nicht automatisch beim Drücken der Home-Taste geschlossen. Ein Doppelklick auf den Button hebt den Startbildschirm inklusive Dock an und offenbart eine Leiste, in der sämtliche geöffneten Apps angezeigt werden.
Eine weitere wichtige Neuerung ist das GameCenter, mit dem Apple eine zentrale Anlaufstelle für Highscore-Listen und Errungenschaften aus den verschiedenen Spielen schaffte. Entwickler wurden angehalten, die GameCenter-API in ihren Spielen zu verwenden, Spielern wird der Zugang durch eine lückenlose Anbindung an die entsprechenden App-Store Titel ermöglicht.
Auch die Sortierung der Applikationen auf dem Startbildschirm, welcher übrigens nun auch mit einem personalisierten Hintergrund versehen werden kann, ist dank der neuen Ordner-Funktion deutlich einfacher geworden. Eine Funktion, die nicht nur bettlägerigen Anwendern bisweilen eine große Hilfe sein dürfte, ist die Format-Sperre, die das Umspringen innerhalb einer App von Hoch- auf Querformat verhindert.
Für die Mail-App unter iOS spendierte Steve Jobs einen einheitlichen Posteingang, ebenfalls eine lang ersehnte Option, welche die eingehenden Nachrichten aller Konten an einem Ort sammelt. Dies sind nur die wichtigsten neuen Funktionen, die das iOS 4 auf iPhone, iPod touch und nun auch iPad bringt. Weitere Verbesserungen umfassen unter anderem ein erweitertes Wiedergabelisten-Management innerhalb der iPod-App, fünffachen digitalen Zoom und manuelle Fokussierung der Video Kamera sowie iBooks für iPhone und iPod touch.

Fazit
Für die vollumfängliche Nutzung des Hardware-Potentials neuerer iOS-Geräte ist die Version 4 des mobilen Betriebssystems unabdingbar. Erstmalig wird das Update zudem für iPhone, iPod touch und seit kurzem auch iPad kostenfrei zur Verfügung gestellt. Wer noch eines der ersten Varianten der beiden erstgenannten Modelle verwendet, kommt allerdings nicht in den Genuss der neuen Merkmale, da diese Geräte aufgrund mangelnder Leistungsfähigkeit von der Aktualisierung ausgeschlossen sind.

Vorteile:

  • Multitasking
  • GameCenter
  • Einheitlicher Posteingang
  • Ordner auf dem Startbildschirm

Nachteile:

  • iPhone und iPod touch der jeweils ersten Generation werden nicht unterstützt
  • Das endgültige Schließen einer App ist vergleichsweise langwierig

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