iOS 5 Beta 2: Design-Veränderungen und Updates über UMTS

Florian Matthey
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Am Freitag veröffentlichte Apple die zweite Beta-Version von iOS 5, die als wichtigste Neuerung zur ersten Beta eine drahtlose Synchronisation mit iTunes über eine WLAN-Verbindung erlaubt. Darüber hinaus bringt die zweite Beta aber auch weitere kleinere Neuerungen – unter anderem scheinen manche Software-Updates in Zukunft auch über das UMTS-Netz möglich zu sein.

Kleinere Neuerungen gibt es für die Benutzeroberfläche. Mit iOS 5 werden sich bekanntlich erstmals mehrere Benachrichtigungen wie Nachrichten, Mails oder Termine auf dem Lockscreen des Betriebssystems anzeigen lassen. Die jüngsten Meldungen kann das Betriebssystems aber weiterhin wie bisher als große Nachricht in der Mitte des Displays anzeigen. Diese sind in der zweiten Beta noch etwas auffälliger gestaltet, nach einer Wartezeit ordnen sie sich aber mit älteren Meldungen in die Standard-Liste ein.

Wer Nachrichten auf dem iPhone mit iMessage verfasst und sich dabei noch einmal die bisherige Unterhaltung ansehen möchte, sieht die Bildschirm-Tastatur beim Scrollen nunmehr verschwinden. Bisher teilte sich der Bildschirm in Tastatur und frühere Nachrichten auf, wobei die Tastatur statisch blieb. Mit dem Update scrollt der Benutzer diese über den unteren Bildschirmrand hinaus. Neu an der Benutzeroberfläche ist außerdem das Icon für iCloud: Hier setzt Apple nun auch im Betriebssystem selbst auf das offizielle silberne Wolken-Symbol.

Wer sich derweil die Einstellungs-Dateien des Betriebssystems genauer ansieht, findet dort einen Hinweis auf Software-Updates über ein UMTS-Netzwerk. iOS 5 ist das erste iOS, das ohne die Verbindung zu iTunes auf einem Mac oder PC Software-Updates installieren kann. Bisher war aber noch unklar, ob das nur über eine WLAN- oder auch über eine UMTS-Verbindung funktioniert.

Die Einstellungs-Datei enthält nun aber die klare Meldung, dass ein Update “ein Wi-Fi- oder 3G-Netzwerk” zur Installation voraussetze. Allerdings scheint ein UMTS-Update nicht uneingeschränkt möglich zu sein: Die Einstellungen enthalten auch die Meldung, dass ein Update doch eine WLAN-Verbindung voraussetze. Auch gibt es eine Meldung, dass eine Installation mindestens eine bestimmte Prozentzahl an Batteriekapazität voraussetze.

Denkbar ist, dass Apple mit Rücksicht auf Mobilfunkbetreiber die Leistungsfähigkeit von UMTS-Netzen schonen möchte und nur die Installation kleinerer Updates, also beispielsweise iOS 5.0.1 oder vielleicht auch 5.1 über eine UMTS-Verbindung erlauben wird. Größere Update-Schritte – also beispielsweise iOS 6 – würden nur mit einer WLAN-Verbindung funktionieren.

Derweil bringt iOS 5 auch eine interessante Neuerung für Jailbreaker: Die iOS-Geräte lassen sich mit dem neuen Betriebssystem auch ohne eine Kabelverbindung in den Wiederherstellungs-Modus versetzen. Möglicherweise werden also auch drahtlose Jailbreaks möglich sein.

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