iOS 5 Beta 4: iWork-iCloud sowie Hinweise für iPod touch 3G und Nuance-Spracherkennung

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Auch die vierte Beta des iOS 5 bringt einige kleinere Neuerungen: Unter anderem lassen sich über iCloud nun auch iWork-Dokumente zwischen verschiedenen Geräten miteinander abgleichen. Auch gibt es neue Anzeichen für einen UMTS-iPod touch. Im iOS-SDK befinden sich derweil weitere Hinweise auf eine Ausweitung der Spracherkennungsfunktionen.

iCloud jetzt auch für iWork-Dokumente

Als offensichtlichste Neuerung bringt die neue Beta-Version, die sich für Benutzer der dritten Beta auch erstmals als Over-the-air-Update ohne Verbindung zu einem Mac oder PC installieren lässt, die Erweiterung der iCloud-Funktionen auf iWork-Dokumente. Nach dem Update lassen sich Dokumente also zunächst auf einem iPad und später auf einem iPhone bearbeiten, ohne dass der Benutzer diese manuell zwischen den Geräten übertragen muss. Eine Anbindung an die Desktop-Version von iWork oder auch Apples iWork.com dürfte in Zukunft ebenfalls folgen.

Mögliche Hinweise für “iPod touch 3G”

Wer die neue Beta-Version auf einem aktuellen iPod touch* installiert, kommt derweil ins Stutzen: Dort befindet sich in den Einstellungen zum einen die Option, den Abgleich von iCloud-Dateien über eine Mobilfunk-Verbindung ein- und auszuschalten. Für die Positionsbestimmung können iPod-touch-Benutzer die Erfassung über einen GPS-Chip aktivieren oder deaktivieren. Einen GPS-Chip gibt es im iPod touch allerdings ebenso wenig wie einen Mobilfunk-Chip. Allerdings gab es zuletzt Gerüchte, dass Apple den iPod touch ebenso wie das iPad 3G mit Mobilfunk- und GPS-Hardware ausstatten könnte. Das Gerät käme dann dem iPhone etwas näher. Ebenso wie mit dem iPad 3G dürften aber weiterhin keine Telefongespräche möglich sein. Möglicherweise hat Apple in der iOS 5 Beta 4 aber auch nur versehentlich die fürs iPhone gedachten Einstellungen auch in die iPod-touch-Version des Betriebssystems übernommen.

Nuance- und Siri-Integration fürs iPhone 5?

Die Website 9 to 5 Mac hat sich in der Gerüchteküche umgehört und sich die Daten des Entwicklerkits (SDK) des iOS 5 genauer angesehen. Dort befinden sich Hinweise auf einen Dienst namens “Assistant”. 9 to 5 Mac glaubt, dass es sich dabei um die systemweite Integration des mit Spracherkennung arbeitenden Such-Assistenten Siri handelt, dessen Entwickler Apple letztes Jahr übernommen hatte. Bereits vor der Präsentation des iOS 5 zur WWDC Anfang Juni hatten Beobachter mit einer Vorstellung des neuen Features gerechnet, das Apple in Zusammenarbeit mit den Sprachsoftware-Spezialisten von Nuance verbessert haben könnte.

Daraus wurde allerdings nichts. Was aber nicht bedeuten muss, dass die Meldungen über eine Kooperation zwischen Apple und Nuance falsch waren. Immerhin gibt es im iOS weitere Hinweise auf eine Integration von Nuance-Sprachausgabe, und in OS X Lion hat Apple Nuance-Stimmen integriert. 9 to 5 Mac könnte sich vorstellen, dass Apple die neuen Spracherkennungs-Funktionen als exklusives Feature des iPhone 5 einführen könnte, weshalb sie in den Versionen des iOS 5 für die aktuellen Modelle der iOS-Geräte fehlen.

“Assistant” könnte auf dem iPhone 5 dann über das ganze System hinweg Sprachbefehle des Benutzers verstehen und entsprechend darauf reagieren – selbst, wenn sich das iPhone im Standby-Modus befindet. Weitere Details in den Einstellungen lassen vermuten, dass sich über die Integration weitere Spracherkennungs-Technologien auch ganze Texte diktieren lassen. Die iOS-Tastatur, die im ganzen System zum Einsatz kommt, erhält im iOS 5 einige weitere Dialoge, die ausdrücklich auf eine Diktier-Funktion Bezug nehmen. Über einen “Start”-Knopf an der Bildschirmtastatur könnte sich diese ad hoc durch Spracherkennung ersetzen lassen, um Text in Dokumenten, E-Mails oder SMS einzugeben.

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