iOS-5-Keynote-Nachschlag II: iPhone-3GS-Demo-Video, Homescreen-Pinch und mehr

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200 neue Features soll das iOS 5 bringen – nur zehn hat Apple in der Eröffnungs-Keynote zur Worldwide Developers Conference (WWDC) präsentiert. Kein Wunder, dass sich die Beta-Tester auch zwei Tage nach dem Event weiter auf die Suche nach Neuem machen – und auch schnell fündig werden.

Wie iMessage funktioniert

Ein Feature, das Apples iOS-Chef Scott Forstall präsentierte, sind iMessages: Eine Alternative zu herkömmlichen SMS, die zwischen iOS-5-Geräten funktioniert und diverse Multimedia-Inhalte bietet. Die iOS-Beta-Tester konnten die Neuerung untereinander bereits einen Tag lang ausprobieren: iMessage ist keine Alternativ-App zu Apples herkömmlicher SMS-App, stattdessen ist das Feature in der bisherigen App integriert. Die App stellt fest, ob es sich bei dem Empfänger um einen iOS-5-Benutzer handelt und schaltet dann automatisch von herkömmlichen Kurzmitteilungen auf iMessages um.

Im Gegensatz zu herkömmlichen iPhone-SMS teilt die App dem Benutzer auch mit, ob seine Nachricht angekommen ist – und auch, ob der Empfänger sie bereits gelesen hat. Die App kann wie ein Instant-Messaging-Client sogar anzeigen, ob das Gegenüber gerade tippt. Ein weiterer Vorteil gegenüber SMS ist, dass sich die Nachrichten auch an und von einem iPod touch oder iPad schicken lassen. Erkennt das Gerät mit Hilfe der in den Kontaktdaten hinterlegten E-Mail-Adresse, dass der Empfänger auch ein iOS-5-Gerät besitzt, zeigt die Message-App einen blauen Kreis – ähnlich wie bei iChat-Kontakten in Apples Mail.app. Auch kosten iMessages im Gegensatz zu SMS nichts. Deshalb dürften sich auch die Mobilfunkbetreiber nicht so sehr über das Feature gefreut haben – ebenso wie der Rest der Welt sollen sie dem IT-Blogger John Gruber zufolge aber auch erst durch die Keynote von iMessage erfahren haben.

iOS 5 warnt bei unverschlüsselten Anrufen

Wer derweil beim Telefonieren mit dem iPhone Vertrauliches zu sagen hat, kann sich über eine neue Warnfunktion des iOS 5 freuen. Wenn eine Verbindung nicht verschlüsselt ist, teilt das Gerät dem Benutzer dies durch eine Warnmeldung mit – und bietet die Option, das Gespräch zu beenden oder die Warnung zu ignorieren. Bei unverschlüsselten Gesprächen hätten Dritte potentiell die Möglichkeit, mitzuhören – wahrscheinlich ein Hinweis auf IMSI-Catcher, mit denen das machbar ist.

Demo-Video von AirPlay Mirroring

Ein von Apple bereits angekündigtes Feature ist AirPlay Mirroring mit dem iPad 2: Wer Apples jüngstes Tablet und ein Apple TV der zweiten Generation besitzt, kann den kompletten Inhalt des iPad-2-Bildschirms über AirPlay drahtlos auf seinen Fernseher befördern. Mit dieser Option spart sich der Benutzer ein HDMI-Kabel – und Apples Digital AV Adapter*. Wie das Ganze funktioniert, zeigt ein YouTube-Video.

iOS 5 auf dem iPhone 3GS

Besitzer eines iPhone 3GS dürften sich noch an das Mitleid erinnern, das sie letztes Jahr mit ihren iPhone-3G-Freunden hatten, als Apple das iOS 4 veröffentlichte: Das damals jüngste iOS funktionierte auf den iPhones des Jahres 2008 nicht nur in einem stark eingeschränkten Funktionsumfang. Auch war es extrem langsam – so langsam, dass eine amerikanische iPhone-3G-Besitzerin Apple verklagte und das Downgrade zum iOS 3 beliebt wurde.

Ein Jahr und eine iOS-Generation später dürften sich die iPhone-3GS-Kunden Sorgen um ein Upgrade zum iOS 5 machen – immerhin ist auch das iPhone 4 deutlich leistungsfähiger als ihr Modell aus dem Jahr 2009. Ersten Erfahrungsberichten zufolge gibt es allerdings eine Entwarnung: Zunächst lässt sich das iOS 5 entgegen früherer Meldungen überhaupt auf dem iPhone 3GS installieren. Auch bietet Apple den Benutzern die meisten der neuen Funktionen – die Bildbearbeitung in der Kamera-App und die Safari-Tab-Leiste scheint allerdings iPhone-4-Benutzern vorbehalten zu bleiben. Auch soll das neue System in der Beta-Version auf dem iPhone 3GS problemlos funktionieren. Wer sich einen Eindruck machen will, findet bei YouTube ein Demonstrationsvideo.

Ein alter Bekannter: Der “Homescreen-Pinch”

Entwickler konnten mit der iOS-4.3-Beta-Version bereits eine neue iPad-Geste ausprobieren: Wer mit allen fünf Fingern den Bildschirm “kneift”, also sie so wie seine zwei Finger beim Hereinzoomen auf der Oberfläche des Touchscreens bewegt, kommt zum Home-Screen zurück – egal, mit welcher App er gerade arbeitet. Das Feature, das für einige schon das Ende des Home-Buttons anzukündigen schien, schaffte es allerdings nicht in die endgültige Version des iOS 4.3: Apple hatte erklärt, dass man die Fünf-Finger-Geste nur zu Testzwecken in die Beta-Version implementiert hatte. Die Tests scheinen erfolgreich gewesen zu sein, denn nun ist das Feature wieder da- in der iOS-5-Beta. Dieses Mal bewirbt Apple die Neuerung auch selbst auf der eigenen Website, so dass die Neuerung auch in der finalen iOS-5-Version zu finden sein dürfte.

Futter für Gerüchteküche: Hinweis für iPad 3 und iPhone – und was ist der iTunes Tone Store?

Wie seine Vorgängerversionen bietet das iOS 5 aber auch neue Anknüpfungspunkte für Spekulationen. Zum einen erwähnt Apple in den Systemdateien die Produkte “iPad3,1″, “iPad3,2″, “iPhone4,1″ und “iPhone4,2″. Das iPad 2 benennt Apple intern “iPad2,x”, wobei das x für die jeweiligen Modelle – UMTS, GSM-3G und CDMA-3G – variiert. Dass es für das iPad 3 nur zwei Bezeichnungen gibt, spricht dafür, dass die 3G-Variante sowohl im GSM- als auch CDMA-Netzwerk arbeiten wird. Das “iPhone4,x” stünde derweil für das iPhone 5 – das iPhone 4 heißt intern “iPhone3,x”, da Apple das iPhone 3G intern als “iPhone1,2″ und nicht als “iPhone2,x” bezeichnet, obwohl es eigentlich das zweite iPhone-Modell war.

Ein Mysterium ist derweil eine Keynote-Folie, die Scott Forstall bei der Präsentation des iOS 5 zeigte: Als eine der Neuerungen, die er aus Zeitgründen nicht näher beschreiben konnte, steht dort “iTunes Tone Store”. Nun stellt sich die Frage, worum es sich dabei handeln könnte: Ein Klingelton- (“Ringtone”-)Download-Portal? Eigentlich bietet Apple schon jetzt die Möglichkeit, Musik im iTunes Store als Klingelton herunterzuladen, auch lassen sich Klingeltöne vom Benutzer selbst erstellen.

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iPhone 5

Weitere Themen: iPhone 3GS, iPhone, AppKack der Woche: Die schlechtesten Mobile Games, Apple


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