iOS und Raubkopien: Spiele-Entwickler ärgert sich über Apples Passivität

Florian Matthey
67

Der Blog-Eintrag eines iOS-Entwicklers verdeutlicht erneut, dass Raubkopien unter iPhone und iPad-Benutzern ein verbreitetes Phänomen sind. Der Entwickler des Fußball-Spiels FingerKicks beobachtete, wie viele Spieler in Apples Game Center aktiv waren – und musste abends feststellen, dass die Zahl die seiner eigentlichen Verkäufe weit übersteigt. Er fragt sich, warum Apple Raubkopierer in dem Spiele-Netzwerk zulässt.

iOS-Entwickler können immer erst abends ihre Verkaufszahlen des Tages abrufen. Luís Fonseca von der Spieleschmiede GAMEized dachte, er könne schon tagsüber einen Eindruck über die Verkaufszahlen bekommen, indem er das Spiel im Game Center beobachtete. Dort hatten sich nach einigen Tagen 17.000 Spieler eingefunden. Der Umsatz, den das 99-US-Cent-Spiel FingerKicks* machte, lag allerdings nur bei 800 Dollar. Das zeigt, dass nur ein Bruchteil der Spieler überhaupt für den Titel bezahlte.

GAMEized weiß, dass Apple keine Schuld daran trägt, dass viele iOS-Benutzer auf Raubkopien setzen. Allerdings wünschen sich die Spiele-Entwickler, dass der iPhone- und iPad-Hersteller den Raubkopierern das Leben zumindest etwas weniger leicht machte: Zum Beispiel ließen sich nicht im App Store heruntergeladene Spiele doch aus dem Game Center ausschließen. Auch sonst scheine Apple Raubkopien unter iOS-Apps weitgehend zu tolerieren, anders lautende Versicherungen seien bisher Lippenbekenntnisse geblieben.

Weitere Themen: AppKack der Woche: Die schlechtesten Mobile Games, Apple

Neue Artikel von GIGA APPLE

GIGA Marktplatz