iOS-Upgrades: Ab iOS 5 vielleicht auch ohne iTunes

Florian Matthey
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Ein Vorteil, den sowohl Android- als auch webOS-Smartphones Apples iOS-Geräten voraus haben, ist die Installation eines Betriebssystem-Updates ohne die Verbindung zu einem Computer. Das könnte sich mit dem iOS 5 ändern: Gerüchten zufolge soll Apple zumindest mit dem US-Mobilfunkpartner Verizon Wireless darüber verhandeln, alle auf iOS 5 folgende Upgrades auch über das Mobilfunk-Netzwerk übertragen zu dürfen. Den Segen der Netzbetreiber bräuchte Apple, weil Updates für diese einen spürbaren Zuwachs an mobilen Datenverbindungen mit sich brächte.

Die technische Seite ist das kleinere Problem: Das Apple TV, das ebenfalls mit einer iOS-Version arbeitet, kann auch ohne Hilfe eines Macs oder PCs mit iTunes-Installation ein Update installieren. Beim iPhone, iPod touch und iPad ist das anders – die Benutzer müssen zunächst das Update auf ihrem Rechner herunterladen und es dann per USB-Kabel an das iOS-Gerät übertragen. Das ist umständlicher, hat allerdings einen Vorteil: iTunes erstellt bei der Synchronisation eines iOS-Geräts ein Backup aller Einstellungen und persönlicher Daten. Geht beim Update etwas schief, lässt sich die iOS-Installation wiederherstellen und die gesicherten Daten neu übertragen. Bei einem “Over the air”-Update über eine WLAN- oder UMTS-Verbindung direkt aufs Gerät müsste Apple eine andere Lösung finden. 9 to 5 Mac kann sich vorstellen, dass iPhone, iPod touch und iPad ein Backup auf Apples Servern, also ein Cloud-Backup anlegen könnten.

Das größte Hindernis dürften allerdings bisher die Mobilfunkbetreiber sein, die ungerne hunderte Megabyte über ihr Netzwerk an Apples Mobil-Geräte übertragen würden. Deshalb soll Apple in diesen Tagen zumindest mit Verizon Wireless über das Thema verhandeln. Die bisherigen iOS-Updates sind allerdings vor allem deshalb so groß, weil der Benutzer jedes Mal das gesamte Betriebssystem erneut herunterlädt – ein Over-the-air-Upgrade könnte wiederum nur aus den Komponenten des Betriebssystems bestehen, die Apple geändert hat, also ein inkrementelles Upgrade sein. Und dann bliebe ja noch die Möglichkeit, die Updates – ausschließlich – über eine WLAN-Verbindung ans iOS-Gerät zu senden.


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