Keine Nitro-Engine für Vollbild Web Apps

Flavio Trillo
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Apple Safari
Der O’Reilly-Autor Maximiliano Firtman weist in einem Blog-Eintrag darauf hin, dass Apple offenbar die Nitro-Engine nicht für Anwendungen vorgesehen hat, die über eine integrierte Browser-Funktion verfügen. Betroffen seien außerdem Web Apps im Vollbildmodus wie etwa 70′s Rock Trivia*, bei denen UIWebView zum Einsatz kommt.

Mit UIWebView sind Entwickler in der Lage, innerhalb ihrer Apps eine Browser-Funktion anzubieten. Bekannt ist das Prinzip von verschiedenen Twitter-Anwendungen sowie der offiziellen Facebook-App. Im Vergleichstest mit einem kurzerhand selbst geschriebenen Programm und SkyFire fürs iPad* zeigt Firtman, dass die Ergebnisse eines JavaScript-Benchmarks damit deutlich schlechter ausfallen, als mit dem mobilen Safari.

Die Browser-Funktion ist in den Apps nicht einmal halb so schnell. Der Autor ist nicht sicher, warum Apple sich zu diesem Schritt entschlossen hat. Möglicherweise wolle man in Cupertino Web Apps auf Dauer vom Markt verdrängen. Doch gerade Plattformen wie PhoneGap produzieren durchaus Umsätze für Apple.

Näher liegt daher die Erwägung, dass die Nitro-Engine auf Grund ihrer Eigenschaft als JIT (just in time) Kompilierer gewisse Sicherheitsrisiken mit sich bringt. Dies wirft wiederum die Frage auf, ob die Technologie auch innerhalb von Safari sicher genug ist. Letztlich ist auch Firtman nicht ganz sicher. Es könnte sich schlicht um einen Bug handeln, den Apple in eine der nächsten Aktualisierungen für iOS behebt.

Er ruft daher Google und BlackBerry dazu auf, bessere Lösungen zu präsentieren. Diese würden es Entwicklern erlauben, ihren Anwendern die gleiche Leistung innerhalb ihrer Apps zu bieten, wie sie es vom nativen Browser der Plattform gewohnt sind. Bis dahin darf man gespannt auf das iOS 4.3.1 warten, mit dem das Problem vielleicht behoben wird.

Weitere Themen: Apps, Engine, AppKack der Woche: Die schlechtesten Mobile Games, Apple

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