Molenotes, TimeStamps, HQ To Do: Notizen, Aufgaben- und Zeitverwaltung

Marie van Renswoude-Giersch

Auch nach 3 Jahren App Store und mittlerweile insgesamt 425.000 versammelten Apps wetteifern die Entwickler noch um das “beste Notizbuch” oder die “übersichtlichste Aufgabenverwaltung”. Mit Molenotes und HQ ToDo ist der Store um zwei derartige Anwendungen reicher. Auch bei TimeStamps handelt es sich um einen Neuzugang. Die App ermittelt Arbeitszeiten und Überstunden. Alle drei App Store-Neuzugänge im Porträt:

Molenotes

Notizen mit Molenotes* (iPhone, 79 Cent) zu erstellen, fühlt sich so ähnlich an wie das Kritzeln in echten Notizbüchern. Tatsächlich ist der Name an die schicken Notizbücher Moleskine angelehnt. Auch die Moleskine-Bücher sind mittlerweile in einer virtuellen Version verfügbar. Im Vergleich mit der Moleskine-App* kann Molenotes mit liebevoller Gestaltung und einfacher Bedienung durch Touch-Gesten punkten. Verschiedene Notizbücher lassen sich hier mit eigenem Einband und Titel erstellen. Dafür wischt man einmal von oben nach unten und wählt die gewünschten Eigenschaften aus. Drei verschiedene Schrifttypen und fünf Einbände stehen zur Verfügung.

Um einen Titel zu verleihen, hält man das Buch kurz gedrückt. Bunte Registerkarten helfen beim Gliedern eines einzelnen Buches. Dafür wischt man mit dem Finger von unten nach oben und klickt auf das erscheinende Plus-Icon. Daraufhin fährt ein Menü aus, in dem sich Farbe und Titel der Registerkarte bestimmen lassen. Alternativ kann ein Lesezeichen angefertigt werden. Ein Klick auf den oberen Rand einer Seite öffnet ein weiteres Menü. Hier lässt sich unter anderem ein Seitentitel bestimmen, der automatisch in das Inhaltsverzeichnis aufgenommen wird. Außerdem können Seiten mit einem Datums-Stempel oder einem schönen roten Lesezeichen versehen werden. Mit seitlichen Wischbewegungen navigiert man anschließend durch die einzelnen Seiten. Mit dem integrierten Dropbox-Sync soll es aktuell noch Probleme geben. Bis zum nächsten Update empfiehlt der Entwickler, für den Sync einen extra “MoleNotes”-Ordner zu erstellen.

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TimeStamps

TimeStamps* (iPhone, 79 Cent) ist ein umfangreiches und doch nach kurzer Eingewöhnung leicht zu bedienendes Zeiterfassungs-Tool für das iPhone. Es ist unterteilt in Front- und Backend. Das Frontend dient dem Stempeln von Arbeits- oder Pausenzeiten. Dafür steht ein großer Button zur Verfügung. Die App wechselt automatisch zwischen den Modi Arbeit und Pause. Per Klick auf das entsprechende Icon werden zusätzlich Arzt- und Dienstgänge einberechnet. Sie werden wahlweise als Arbeitszeit oder Freizeit verbucht, was in den Einstellungen festgelegt werden kann. Diese findet man im Backend-Bereich. Reguläre Arbeitszeiten und Pausenlängen werden hier einmalig festgelegt. Danach zeigt die App auch täglich das voraussichtliche Arbeitsende an.

Das Backend bietet zudem eine Statistik, in der sämtliche Zeitstempel wahlweise in einer Tages- oder Wochenansicht gelistet werden. Eventuelle Überstunden lassen sich hier schnell enttarnen. Die Zeitstempel können im Backend korrigiert und auf die Minute genau nachträglich erstellt werden. Praktisch ist die Export-Funktion, die die Zeiterfassung als HTML-E-Mail oder CSV-Datei versendet. Dadurch lassen sich Buchungen in andere Zeitmanagementsysteme übertragen. TimeStamps bietet eine Menge Funktionen und eine schöne Benutzeroberfläche zu einem guten Preis. Die Unterscheidung zwischen Arbeits- und Pausenzeit dürfte vielen genügen. Wer allerdings mit vielen unterschiedlichen Projekten, Arbeitgebern oder Kunden zu tun hat, erhält mit Reporta* eine noch umfangreichere Erfassung.

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HQ To Do & Task List

Aufgabenlisten gibt es im App Store wie Sand am Meer. Das im Herbst erscheinende iOS 5 wird eine solche Funktion gleich standardmäßig mit sich bringen. Ein erster Blick auf die recht ungewöhnlich anmutende ToDo-App HQ To Do & Task List* (iPhone, 2,39 Euro) macht trotzdem neugierig. Die Anwendung sieht auf jeden Fall stylisch aus – aber ist sie auch praktisch?

Wie auch das anfangs erwähnte Programm Molenotes setzt HQ To Do auf Fingergesten und lässt sich fast vollständig mit Klicken und Wischen bedienen. Verschiedene Aufgaben oder Projekte werden mit Fälligkeitsdatum und Priorität eingetragen. Die Wichtigkeit einer Aufgabe kann mit Hilfe der Noten 1-5 festgelegt werden.  So lassen sich die wichtigsten ToDos leicht herausfiltern. Dringliche Aufgaben werden in der Hauptansicht extra gekennzeichnet. Per Wischbewegung können sie im Nachhinein bearbeite, abgehakt oder gelöscht werden. Weitere Funktionen wie Sync mit dem Rechner beziehungsweise mit Dropbox lässt die Anwendung bisher vermissen. Mit einer App wie Wunderlist, die zudem noch kostenlos ist, kann sie vom Funktionsumfang her nicht mithalten. Auch wenn das Design durchaus ansprechend ist, scheint der Preis von 2,39 Euro etwas hoch angesetzt. Zudem gibt es bald weitere Konkurrenz von der Apple-eigenen Erinnerungsfunktion in iOS 5, die den Vorteil bietet, dass sich Aufgaben auch mit einem Ort verknüpfen lassen.

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