Neues Diagnose-Tool für iOS-Geräte: Nicht verzagen, iPhone fragen

Flavio Trillo
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Wenn das iPhone, iPad oder iPod den Geist aufgeben, hat der durchschnittliche Endverbraucher nur wenig Chancen, sich selbst an einer Reparatur zu versuchen. Doch auch geschultes Service-Personal verweist häufig nur auf eine Wiederherstellung des Geräts, da eine echte Diagnose nur den Technikern möglich ist. Ein neues Tool in den Tiefen von iOS soll bei einer einfacheren Ursachenforschung helfen.

Den Kollegen von Hardmac.com liegen interne Informationen aus dem Apple-Hauptquartier vor, denen zufolge die neue Diagnose-Funktion gerade ihren letzten Feinschliff erhält. Ganz im iCloud-Trend arbeite das System gänzlich online. Über den in einer E-Mail an das Gerät versandten Verweis, der mit dem mobilen Safari geöffnet wird, startet iPhone, iPad oder iPod touch seine Diagnoseroutine. Anschließend schickt es die Ergebnisse an einen Apple-Server, auf den auch die Genius-Bar-Genii zugreifen können.

Bei dieser Prozedur werden möglichst wenige persönliche Informationen übertragen, darunter die UUID (eindeutige Identifikationsnummer des Smartphones) sowie die Summe der täglichen Gesprächszeit. Darüber hinaus erfahren die Service-Mitarbeiter von dem Diagnose-Tool den Ladezustand der Batterie und wie viel Zeit seit der letzten vollständigen Aufladung vergangen ist. Auch die minimale Ladung, die der Akku je erreicht hat, wird protokolliert. Außerdem übersendet das Gerät die Angabe, ob es beim letzten Ausschalten regulär heruntergefahren wurde.

Den Interna nach könnten diese Angaben in Zukunft noch ergänzt werden, schließlich helfen Details zur Batterie nur in recht überschaubaren Fällen bei der engen Umgrenzung eines Problems. Doch auch wenn die Liste der Daten umfangreicher wird, bleibt die Funktion nutzlos, falls keine Möglichkeit mehr besteht, E-Mails abzurufen oder den Safari-Browser zu starten.

Innerhalb der kommenden Monate werde die Funktion zur Verfügung stehen. Ob aus den Daten auch hervorgehen soll, ob das Gerät einem Jailbreak unterzogen wurde, ist bislang nicht bekannt.

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