PreSonus StudioLive Mischpult mit iPad-Unterstützung

Bernd Korz
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Die Musikmesse in Frankfurt 2011 zeigt zwei entscheidende Trends. Zum einen die Tatsache, dass Apple mit seinem iOS und dem iPad eine neue Richtung vorgibt und endlich wieder zum Trendsetter aufgestiegen ist und zum anderen, dass Messen und Ausstellungen dieser Art immer weniger Anklang finden. Die Hallen waren bei weitem nicht mehr so gefüllt, wie man das noch aus den Vorjahren kennt und auch die Aussteller bestätigten dies.

Während die Hallen Zwei, Drei und Vier eher für Gitarre und Schlagzeug waren, ging es in Halle Fünf ganz anders zur Sache, hier wurde alles mögliche technische Equipment von den Herstellern aufgefahren. Bei einem ersten Rundgang fiel besonders auf, dass es kaum einen Stand gab auf dem kein Mac zum Einsatz kam. MacBooks und iMacs überall wo man hinschaute. Auf einige Nachfragen an den verschiedensten Ständen, wo man den Trend mit Apples Produkten denn sehe, war der Tenor, dass Apple nicht nur “zurück” sei, sondern den Markt bereits wieder komplett übernommen habe, es führt kaum mehr ein Weg an einem Mac vorbei.

Doch nicht nur in Sachen Mac hat sich viel getan, die Musikindustrie hat die Zeichen der Zeit erkannt und nutzt das weltweit erfolgreiche iPad in vielen Bereichen, so lassen sich mittlerweile ganze Monitoring-Arbeiten komplett über das iPad und auch iPhone steuern. Musiker brauchen keinen Monitormann mehr, sie können die Monitore selbst einstellen für jedes einzelne Instrument. PreSonus bietet hier eine kostenlose iPad App im App Store* an, welche die StudioLive Mixerserie komplett über das drahtlose Netzwerk steuern kann.

Bei PreSonus geht man sogar noch um einiges weiter, so kann der FOH (Front Of House / Mischer) mit dem iPad durch eine Halle laufen, sich den Klang verinnerlichen und mittels des iPad die gesamte Tonabmischung vornehmen. Alles was am Mischpult an den Reglern verändert wird, wird auch sofort am iPad angezeigt, umgekehrt ist es derzeit jedoch noch nicht möglich, da die Regler nicht motorenbetrieben sind. Hier wird der Hersteller aber mit neuen Mischpulten Abhilfe schaffen.

An dieser Stelle sei auch erwähnt, dass es (leider) keinen einzigen Stand gab, auf dem man eine Lösung basierend auf Android hätte sehen können. Google steht hier – auch auf Nachfrage – derzeit bei keinem Hersteller wirklich auf der Liste. Man konzentriert sich voll auf die iOS Geräte von Apple und wird sich erst Gedanken um Android machen, wenn es den Nutzen zu bieten hat den Apple liefert. Diese Zeit und den Vorsprung aufzuholen dürfte unglaublich schwer werden.

Weitere Themen: iPad, AppKack der Woche: Die schlechtesten Mobile Games, Apple

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