Privatsphäre: Unerwünschter Zugriff von Apps auf Fotos und Videos

Florian Matthey
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In den letzten Tagen und Wochen gab es vermehrt Diskussionen um den Schutz der Privatsphäre vor Eingriffen durch Mobil-Apps. Eine US-Zeitung widmet sich einer weiteren Schwachstelle in Apples iOS: Wer Apps erlaubt, die aktuelle Position zu ermitteln, erlaubt ihnen gleich auch den Zugriff auf Fotos und Videos.

Privatsphäre: Unerwünschter Zugriff von Apps auf Fotos und Videos

Die New York Times hat einen Entwickler eine Test-App namens “PhotoSpy” schreiben lassen, die demonstriert, wie das Ganze funktioniert: Die App fragt den Benutzer, ob sie auf Geodaten, und zwar auch die Geodaten von Fotos und Videos zugreifen dürfe. Was die App nicht verrät, ist, dass sie im Anschluss die Fotos und Videos selbst an den Entwickler übermittelt.

Zwar hat die New York Times die Test-App nicht im App Store angemeldet, so dass unklar ist, ob Apple entsprechende Schnüffler-Apps nicht vorher identifizieren und herausfiltern würde. Allerdings hatte Apple auch Apps wie die Social-Networking-Anwendung Path zugelassen, die – entgegen der App-Store-Bestimmungen – den gesamten Inhalt des Adressbuchs an den Entwickler übermittelte.

Apple hat bereits versprochen, den Privatsphäre-Schutz in zukünftigen iOS-Versionen zu verbessern. Bei der von der New York Times beschriebenen Schwachstelle soll es sich um einen Bug handeln, den Apple laut The Verge ebenfalls mit einem Update beheben möchte.

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