Updates für iPhone & Co: Ein Grund warum sich Entwickler für iOS entscheiden

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Mit Smartphones wie dem iPhone machte das von Macs oder PCs bekannte Verlangen nach Updates einen Sprung in die Welt der mobilen Geräte. Für Entwickler bringen diese Updates häufig viele neue Möglichkeiten, um ihre Ideen in Apps umzusetzen. Während neue iOS-Versionen schnell und auch für ältere Geräte verfügbar sind, sieht es bei der Konkurrenz nicht so rosig aus.

Dass iOS-Nutzer schneller ihre Smartphones und Tablets aktualisieren, hat verschiedenste Gründe. Apple macht es den Käufern der Geräte vor allem einfach, auf die neueste Software umzusteigen. iOS 5.0 und das iPhone sind ein gutes Beispiel: Es wird nicht nur das aktuelle iPhone 4S unterstützt, sondern auch ältere iPhone-Generationen wie das iPhone 4 und 3GS. Die Updates kommen nicht erst mit monatelanger Verspätung, sondern können direkt nach der Veröffentlichung einer neuen iOS-Version installiert werden.

Doch wie sieht die Akzeptanz der neuen iOS-Versionen im Vergleich zu den verschiedenen Varianten von Android aus? Chris Sauve hat sich in seinem Blog schon des Öfteren mit der Fragmentierung des Android-Markts (via The Next Web) auseinandergesetzt und sich die Versions-Verteilung näher angesehen. Als Datenquelle dienen ihm unter anderem die von Google veröffentlichten Zahlen. Hier das Diagramm für die 14 Tage vor dem 5. März:


(Bild: Google)

Das interessanteste Diagramm aber stammt aus dem etwas jüngeren Beitrag, in dem Sauve die iOS- und Android-Nutzung der verschiedenen OS-Versionen auf einer Zeitachse darstellt. Während Android 4.0 mittlerweile schon seit Monaten verfügbar ist, ist der Marktanteil der neuesten Android-Version so gering, dass er noch nicht im Diagramm dargestellt werden kann:


(Bild: Chris Sauve/pxldot.com)

Die Daten für iOS lassen Platz für einigen Spielraum, da Apple selbst keine Daten der iOS-Verteilung veröffentlicht. Suave verwendet daher Angaben von Entwicklern wie Marco Arment (*) oder David Lieb (Bump). Zusätzlich greift er unter anderem aber auch auf die Statistiken von Chitika Insights oder Flurry Analytics zurück.

Während es iOS 5 innerhalb weniger Wochen auf rund 75 Prozent aller iOS-Geräte geschafft hat, brachte es Android 2.3 Gingerbread im selben Zeitraum nur auf 4 Prozent aller Android-Geräte. Android hat hier den klaren Nachteil, da die Hersteller ihre eigenen Geräte – wenn überhaupt – erst nach Monaten aktualisieren. Dass es auch anders geht, zeigt Microsoft mit Windows Phone, welches ebenfalls von unterschiedlichen Herstellern genutzt wird. Die Geräte erhielten trotzdem in kurzer Zeit das Update auf Windows Phone 7.5.

Für Anwender und eben auch Entwickler ist die Fragmentierung im Android-Markt ein Problem. Die Anwender wünschen sich Smartphones, die auf dem aktuellen technischen Stand sind und am besten auch gleich die neuesten Features beinhalten. Für die Entwickler ergibt sich das Problem spätestens beim Testen ihrer Apps. Dazu kommt: Wenn die Mehrheit der verfügbaren Geräte die neuesten Betriebssystem-Funktionen nicht unterstützt, ergibt es für die Programmierer wenig Sinn, ihre Zeit in diese Funktionen zu investieren.

Für iOS-Entwickler ist es aktuell nur selten ein Problem, ältere OS-Versionen als iOS 5.0 zu unterstützen. Gegenüber The Next Web sagte Marco Arment, dass es für ihn heutzutage sicher sei, mindestens iOS 4 vorauszusetzen. In naher Zukunft könne man auch getrost die Linie bei iOS 5 ziehen.

Ähnlich sieht es auch *-Entwickler Paul Haddad. Beim iPad sieht er keinen Grund mehr für die Unterstützung von iOS 4.x, geht es um iPhone-Apps sieht er die Grenze bei iOS 4.1.

In der Android-Welt sieht die Situation hingegen anders aus. Dort werden noch heute neue Geräte vorgestellt, die mit Gingerbread ausgeliefert werden. Als Kommentar zu einem Review von Sonys Xperia S sagt BoingBoings Rob Beschizza: “Man kann deutlich sehen, dass Sony versucht, mit einer Android-Version aufzuholen, die erst 14 Monate alt ist”.

Auch Vlad Savos von The Verge übt Kritik an den fehlenden Updates auf Ice Cream Sandwich. Er stellt die Frage: “Ist Ice Cream Sandwich überhaupt schon erschienen?” und fordert, Google solle Stellung zu der Problematik beziehen.

Ice Cream Sandwich ist im Markt so gut wie nicht angekommen und schon sprechen die ersten Gerüchte von einer möglichen Veröffentlichung der nächsten großen Android-Version, Jelly Bean, Ende dieses Jahres.

Immerhin haben wir noch drei Monate, um Eric Schmidts Vorhersage, dass Programmierer Mitte 2012 zuerst für Android und nicht mehr für iOS entwickeln werden, auf Realitätsgehalt zu überprüfen. Bezüglich seiner Aussichten auf Fernseher mit Google-TV-Integration sieht es ja auch sehr gut aus.

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