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Das Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens

Auf dem Tian`anmen-Platz fand unmittelbar nach dem Tod des Reformpolitikers Hu Yaobang am 15. April 1989 eine große Massendemonstration für mehr Menschenrechte und Demokratie in der Volksrepublik China statt. Studenten richteten 12 Forderungen an die chinesische Regierung, welche diese jedoch rundheraus ablehnte. Die Demonstrationen zogen sich über Wochen hin und nahmen bald den Charakter eines Volksfestes an. Mehrere Studenten auf dem Platz verfielen in einen Hungerstreik, was die Regierung allerdings nicht im mindesten beeindruckte.

Am 20. Mai verhängte die chinesische Führung unter Ministerpräsident Li Peng das Kriegsrecht über die Stadt Peking, und das Militär wurde in der Nähe der Hauptstadt zusammengezogen. In der Nacht zum 4. Juni 1989 schließlich wurden die Demonstrationen gewaltsam beendet, indem die Volksbefreiungsarmee mit Panzern anrückte und ein Blutbad auf dem großen Platz anrichtete. Die exakte Zahl der Todesopfer und Verletzten auf dem Tian`anmen-Platz in jener Nacht ist unbekannt, westliche Schätzungen gehen von circa 3.000 Toten und zwischen 7.000 und 10.000 Verletzten aus.

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