Microsofts Chef-Stratege über Siri: Windows Phone 7 kann Spracherkennung seit über einem Jahr

Florian Matthey
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Die Verantwortlichen bei Microsoft sind nicht bekannt dafür, sonderlich begeistert von neuen Apple-Produkten zu sein. So lachte der CEO Steve Ballmer Anfang 2007 noch über das gerade vorgestellte iPhone, das mit seinem Preis und ohne Tastatur keine Chance im Business-Bereich habe. Microsofts Chef-Stratege Craig Mundie äußerte sich kürzlich zu Siri: Der Spracherkennungs-Assistent sei nichts wirklich Neues.

Mundie sprach mit Forbes unter anderem über das prominenteste Feature von Apples aktuellem iPhone-Modell, dem iPhone 4S. Bei Siri handle es sich um nichts Neues, Microsoft biete ein ähnliches Feature seit über einem Jahr als Teil von Windows Phone 7 an. Allerdings räumt Mundie ein, dass die Menschen von Siri begeistert seien – “das ist gutes Marketing”, so seine Erklärung.

Mundie verweist darauf, dass Smartphones mit Windows Phone 7 ebenso wie das iPhone 4S mit Siri Sprachkommandos wie “sende eine SMS an Eric” verstünden und sich die Kurzmitteilung dann auch gleich diktieren lasse. Auch ließen sich Suchanfragen für Microsofts Suchmaschine Bing so eingeben. “Alles das gibt es schon, das gibt es in vollem Funktionsumfang schon seit über einem Jahr.”

Von Apple könne Microsoft sicherlich in Sachen Marketing etwas lernen. Immerhin habe Apple mit dem iPhone 4S ein Smartphone vorgestellt, das nicht wirklich viel Neues biete. Deshalb habe Apple sich eine Neuerung herausgepickt und diese den Kunden “eingehämmert”. “Vielleichten könnten wir uns auch ein Feature aussuchen und es einhämmern.”

Weitere Themen: Microsoft Windows, Windows Phone

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