Siri: IBMs Sicherheitsbedenken verbieten Sprachsteuerung

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Viele Unternehmen erlauben es ihren Mitarbeitern, private Smartphones für den Job zu nutzen. So auch IBM. Aufgrund von Sicherheitsbedenken unterbindet der Konzern jedoch im eigenen Netzwerk die Verbindung mit Apples sprachgesteuerten Assistenten Siri.

Siri: IBMs Sicherheitsbedenken verbieten Sprachsteuerung

Die Bedenken von Big Blue äußerte Jeanette Horan, CIO bei IBM, gegenüber Technology Review (via Wired): “Wir sorgen uns darum, dass die gesprochenen Anfragen irgendwo gespeichert werden könnten”.

Ein Blick in die iOS 5.1 Lizenzbedingungen gibt einen Einblick, was Apple an Daten sammelt:

When you use Siri or Dictation, the things you say will be recorded and sent to Apple in order to convert what you say into text and, for Siri, to also process your requests.

Doch neben der Sprache sammelt Apple auch weitere Daten, ebenfalls aus den Lizenzbedingungen:

Your device will also send Apple other information, such as your first name and nickname; the names, nicknames, and relationship with you (e.g., “my dad“) of your address book contacts; and song names in your collection (collectively, your “User Data“). All of this data is used to help Siri and Dictation understand you better and recognize what you say. It is not linked to other data that Apple may have from your use of other Apple services. By using Siri or Dictation, you agree and consent to Apple's and its subsidiaries' and agents' transmission, collection, maintenance, processing, and use of this information, including your voice input and User Data, to provide and improve Siri, Dictation, and other Apple products and services.

Wie lange diese Daten gespeichert werden und wer Zugang zu diesen hat ist aber nicht bekannt. Daher hatte sich auch die American Civil Liberties Union (ACLU, “Amerikanische Bürgerrechtsunion”) im März kritisch gegenüber dem Sprachassistenten geäußert und den Nutzern dazu geraten, im Zweifel Siri komplett zu deaktivieren.

Was im Privatleben häufig unkritisch sein dürfte, kann im Job möglicherweise als Vertragsbruch angesehen werden. Etwa dann, wenn das Smartphone ungewollt den Standort verrät.

Wie Wired berichtet, gab es diese Bedenken auch schon bei der Entwicklung von Siri, bevor es von Apple übernommen wurde. Edward Wrenbeck, leitender Entwickler der ursprünglichen Siri-App, sagt, dass man sich keine Gedanken darüber machen solle. Man nutze auf dem Smartphone bereits so viele andere Apps, die, ähnlich wie Siri, Zugriff auf diese Daten haben.

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