Siri: Installation auf iPhone 4 technisch möglich

Florian Matthey
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Siri braucht die Leistungsfähigkeit des A5-Prozessors – so Apples offizielle Begründung, warum es den Spracherkennungs-Assistenten nur fürs neue iPhone 4S gibt. Denkbar ist aber auch, dass Apple Besitzern älterer Hardware einfach nur einen weiteren Grund zu einem Neukauf geben will. Für Letzteres spricht, dass ein Software-Entwickler Siri nun auf einem iPhone 4 installieren konnte.

Der irische Entwickler Steven Troughton-Smith, der in der Vergangenheit schon öfters gerne Apple-Software analysierte, hat Siri in Zusammenarbeit mit der Website 9to5Mac auf einem iPhone 4 installiert. Das Resultat war zunächst eine sehr langsame Benutzeroberfläche, was sich aber nicht durch den langsameren Apple-A4-Prozessor im iPhone 4 erklären ließ. Stattdessen fehlt ein Treiber für den Grafik-Prozessor des letztjährigen iPhone-Modells.

Troughton-Smith arbeitete weiter an seinem Projekt und schaffte es letztendlich, die Benutzeroberfläche flüssig arbeiten zu lassen. Wirklich funktionsfähig ist Siri in diesem Zustand allerdings nicht: Die Software kann zwar Sprachkommandos entgegennehmen, allerdings übernehmen Apples Server die eigentliche Spracherkennung. Und diese weigern sich wenig überraschend, Siri-Daten entgegen zu nehmen, die von einem iPhone 4 stammen.

Dennoch ist sich der Entwickler nach seiner Siri-Installation auf dem iPhone 4 sicher: Es gibt keinen technischen Grund dafür, warum sich die Software nicht auch mit dem älteren iPhone-Modell betreiben lassen sollte. Er sehe bisher auch keinen Grund dafür, warum sie nicht auch auf einem iPhone 3GS oder iPod touch der dritten oder vierten Generation funktionieren würde.

Ob sich Apples Server austricksen lassen, so dass sie auch Siri-Kommandos von einem iPhone 4 entgegennehmen, wisse er allerdings noch nicht – daran habe er noch nicht gearbeitet. Auch könne er Siri für ältere Hardware nicht über den Jailbreak-App-Store Cydia anbieten: Es handle sich um Dateien von einem iPhone 4S, deren Urheberrechte Apple gehörten. “Ich überlasse euch die illegale Verbreitung”, so der Entwickler über seinen Twitter-Account.

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