Siri-Mitgründer: "Assistant"-Präsentation ist "weltbewegendes Ereignis"

Florian Matthey
20

Sollten die Gerüchte stimmen, wird sich ein wichtiger Teil der heute ab 19 Uhr stattfindenden iPhone-Präsentation nicht um Hardware, sondern um Software drehen: Apple soll die Spracherkennungs-Funktion “Assistant” vorstellen, die exklusiv Kunden des neuen iPhones vorbehalten sein soll. Der Mitgründer des Unternehmens Siri, das Apple 2010 als wahrscheinliche Basis von Assistant übernommen hatte, äußert sich in einem Interview zu diesen Spekulationen.

Optimierte Software braucht bessere Hardware

Von Siri gab es bereits vor der Übernahme durch Apple eine iPhone-App, die immer noch im amerikanischen App Store erhältlich ist. Auch diese App bewirbt die heutige Apple-Tochter als “Virtual Personal Assistant”, der die Sprache des Benutzers versteht und ihm die von ihm gewünschten Informationen mitteilt. Die App funktioniert allerdings selbst mit dem ersten iPhone-Modell, laut Entwickler ist sie optimiert für das iPhone 3GS.

Warum wird Apples “Assistant” also nur mit dem neuen iPhone funktionieren? Auch der Siri-Mitgründer Norman Winarsky kann im Interview mit 9 to 5 Mac nur spekulieren: Apple dürfte die Technologie in den anderthalb Jahren seit der Übernahme optimiert und einige “Abkürzungen” (“Shortcuts”) implementiert haben, so dass die Software nur noch auf einem leistungsstärkeren Gerät zufriedenstellend funktioniere.

Nachdem die Gerüchte zu Assistant auftauchten, fragten sich viele Beobachter wie auch die im Kommentarbereich von macnews.de aktiven Leser, was an der Integration dieser Technologie so besonders wäre – immerhin bietet Apples Smartphone-Hauptkonkurrent Google mit seinem Mobil-OS Android schon seit einiger Zeit die Spracherkennungs-Funktion Google Voice Actions.

“Apple würde künstliche Intelligenz für Millionen öffnen”

Schenkt man Winarsky Glauben, dürfte sich Apple wie so oft aber nicht durch die Idee, sondern durch die Umsetzung von der Konkurrenz abheben: Die Siri-Technologie sei vergleichbaren Produkten zumindest vor zwei Jahren weit voraus gewesen – und Apple dürfte die Arbeit entsprechend fortgesetzt haben. Apple würde mit Assistant wirkliche künstliche Intelligenz für den Massenmarkt öffnen. Laut Winarsyk könnte der heutige Abend ein “weltbewegendes Ereignis” sein. “Sollten die Gerüchte der Wahrheit entsprechen, wird Apple Millionen von Leuten die Möglichkeit geben, mit natürlicher Sprache mit Maschinen zu kommunizieren.” Es handle sich um eine neue Technologie-Revolution, ja sogar um einen “Paradigmenwechsel”.

Winarsky arbeitet seit der Übernahme von Siri weiterhin für die Forschungs- und Entwicklungs-Organisation SRI International, das an einem von der US-Regierung unterstützten Projekt für die Entwicklung von künstlicher Intelligenz arbeitete. Aus der Erfahrung und dem Know-How dieses Projekts ging unter anderem Siri hervor. Zum eigentlichen Deal mit Apple darf sich Winarsky aufgrund einer Verschwiegenheitsvereinbarung allerdings nicht äußern.

Neue Artikel von GIGA APPLE

GIGA Marktplatz
}); });