Siri: Wie viele Daten frisst Du pro Monat?

Flavio Trillo
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Siri, der neue sprachgesteuerte Assistent im iPhone 4S, verarbeitet normalsprachliche Kommandos und gibt bisweilen sogar kecke Antworten. Alle Befehle müssen dabei zunächst an einen Server übersandt werden, weswegen stets eine Internet-Verbindung vonnöten ist, will man sich von Siri bedienen lassen. Für viele iPhone-Tarife besteht ein monatliches Daten-Limit, wie viel Volumen verbraucht das System also?

Wer bei einem der großen Mobilfunkanbieter einen iPhone-Tarif abschließt, erhält zumeist eine “Daten-Flatrate” als Teil des Vertrags. Diese ist häufig mit einem Limit ausgestattet, dessen Überschreitung zwar keine zusätzlichen Kosten hervorruft, die Surf-Geschwindigkeit aber bis zum Monatsende erheblich reduzieren kann.

Üblicherweise gelten hier Grenzen von 200-300 Megabyte, in den höheren Tarifklassen kann auch 1 Gigabyte erlaubt sein. Bei häufiger Nutzung stellt sich also die Frage, welchen Beitrag Siri zum monatlichen Datenvolumen leistet. Dies herauszufinden, schickten sich die Kollegen von Ars Technica an.

Sie beobachteten ihre “Verbrauchswerte” genau und tätigten elf verschiedene Anfragen an Siri. Dazu gehörten Anrufe von Kontakten aus dem Adressbuch und Suchaufträge im Internet. Außerdem wurden vier E-Mails und Kurznachrichten diktiert. Zum Beispiel gaben sie sechs verschiedene Befehle, die lokale Operationen auslösen, wie das Anlegen einer Erinnerung, eines Weckers oder eines Kalendereintrags.

Hieraus ergaben sich 220 Kilobyte via Netzwerk übertragener Daten, also im Durchschnitt 36,7 Kilobyte pro Abfrage. Je nach Umfang und Komplexität des Kommandos rangierten die Werte dabei zwischen 60 und 18 Kilobyte. Die übrigen fünf Aufgaben beinhalteten Anfragen an die wissenschaftlich orientierte Suchmaschine Wolfram Alpha oder Google. Dabei kamen insgesamt 473,5 Kilobyte zusammen, was einem Durchschnitt von 94,7 Kilobyte entspricht.

Insgesamt kamen also 693,6 Kilobyte Daten zusammen, durchschnittlich funkte Siri etwa 63 Kilobyte pro Anfrage durchs Netz. Die Diktate der Nachrichten ergaben ein Gesamtvolumen von 175 Kilobyte bei Textlängen zwischen 40 (E-Mail) und 6 Wörtern (SMS). Hier gilt natürlich, je mitteilungsbedürftiger der Absender, desto datenintensiver die Anfrage bei den Siri-Servern.

Aus diesen Werten kann man folgende Schlussfolgerung ziehen: Wer einen Monat lang täglich häufig in der beschriebenen Weise mit Siri arbeitet, verbraucht etwa 26 Megabyte seines Datentransfer-Limits. Allerdings dürften die meisten Anwender mit deutlich weniger zurecht kommen. Den Recherchen der Kollegen von Ars Technica zufolge lassen sich die meisten User in eine von drei Gruppen einteilen.

Wer Siri in der genannten Weise 2-3 Mal pro Tag verwendet, muss mit monatlichem Konsum von etwa 4,3 Megabyte rechnen. Für den 4- bis 6-maligen Gebrauch des Assistenten am Tag werden knapp 8,7 Megabyte fällig. Häufiger Einsatz des sprachgesteuerten Helferleins, 10-15 Mal pro Tag, schlägt demnach mit ungefähr 21,7 Megabyte zu Buche.

Je nachdem, welche Einschränkungen der eigene Vertrag beinhaltet, kann Siri also durchaus zu einem erheblichen Datenkonsum beitragen. Was sagen die iPhone-4S-User unter unseren Lesern dazu? Wie oft benutzt Ihr Siri am Tag und kommt Ihr mit Euren Datentarif-Limits zurecht?

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