Wie das iPhone 4S zu Siri kam: Hallo Dag, hier ist Steve

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Einer der Erfinder von Siri, dem sprachgesteuerten Assistenten des iPhone 4S, berichtete kürzlich von seiner „Entdeckung“ durch Apple. Steve Jobs war plötzlich am Telefon und wollte sich über die Zukunft unterhalten. Von dem Namen Siri war er jedoch zunächst alles andere als begeistert.

Wie das iPhone 4S zu Siri kam: Hallo Dag, hier ist Steve

Dag Kittlaus sprach auf einer Start-Up-Veranstaltung in Chicago und das bot Yoni Heisler von NetworkWorld die Gelegenheit, ein paar Details zu der Liebesgeschichte zwischen Apple und Siri zu erfahren.

Im April 2010 übernahm der Mac-Macher Siri für 200 Millionen US-Dollar. Sicher keine geringe Summe, doch nur ein Bruchteil dessen, was der Konzern später dank der Funktion mit dem iPhone 4S an Umsatz einfahren konnte.

Eines Tages bekam Kittlaus einen Anruf aus Cupertino. Man sagte ihm am Telefon, Scott Forstall wolle mit ihm sprechen. Statt dem Software-Chef war jedoch kurz darauf Steve Jobs am anderen Ende der Leitung.

Jobs lud Kittlaus für den nächsten Tag aus Chicago nach San Francisco zu sich nach Hause ein. Stundenlang unterhielten sie sich über alles mögliche, unter anderem über die Zukunft.

„Er erzählte mir, warum Apple gewinnen werde und wir redeten über Siri“, berichtet der Norweger. Apple sei geduldig. Bevor sie etwas neues übernehmen warten sie immer, bis es ausgereift ist, erklärt er.

Lediglich der Name, Siri, habe dem verschiedenen CEO nicht gefallen. Er sträubte sich lange dagegen und wollte sich etwas besseres ausdenken. Erst nach langer Überzeugungsarbeit durch Kittlaus gab Jobs schließlich auf und musste eingestehen, dass auch er keinen besseren Namen fand.

Also holte er Kittlaus und sein Unternehmen nach Cupertino. Erst im vergangenen Oktober zog Kittlaus zurück nach Chicago, um mehr Zeit mit seiner Familie verbringen zu können.

Nebenbei erklärte Kittlaus auch, wie er auf den Namen Siri kam. Das Wort bedeute auf Norwegisch „schöne Frau, die Dich zum Sieg führt“. Er wollte sogar seine Tochter so nennen, bekam dann jedoch zunächst einen Sohn und legte diesen Plan daher vorerst auf Eis.

Vielleicht erklärt die Herkunft des Namens Siri die selbstbewusste, bisweilen sogar leicht patzige Art des Assistenten auf dem iPhone 4S.

Diese Chuzpe könnten Anwender eventuell demnächst auch auf dem Mac genießen. Wie eine Patentanmeldung aus Cupertino nahelegt, plant der Hersteller, die Funktion via iOS-Gerät auch auf Desktop- und Notebook-Rechnern verfügbar zu machen.

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