Woz: Siri war vor Apple-Übernahme besser

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Wenn der Apple-Mitgründer Steve Wozniak, genannt “Woz”, einen Bauernhof für gerettete Pferde im New York State besucht, dann spricht er trotzdem über IT-Themen. Und so äußerte er sich kürzlich in dieser ungewohnten Umgebung über Siri: Die Spracherkennungs-Software sei schon einmal besser gewesen – bevor Apple sie kaufte.

Woz: Siri war vor Apple-Übernahme besser

Siri: So war es früher…

Siri war einst eine separate iPhone-App, die schon damals einen Teil der heutigen Funktionalität bot – und offenbar oft besser funktionierte als heute. Steve Wozniak war damals ein überzeugter Benutzer dieser App: Er erzählte allen Freunden und Verwandten davon und erklärte ihnen, dass diese App “die Zukunft” sei.

Damals habe er Siri Fragen wie “Was sind die fünf größten Seen in Kalifornien?” stellen können – und die Software habe ihn verstanden. Auch Primzahlen, die größer als 87 sind, konnte ihm Siri nennen. “Das war ziemlich unglaublich”, so Woz während seines Farm-Ausflugs.

… und so ist es heute

Als Apple Siri kaufte, ging es – warum auch immer, er wüsste selbst gerne, warum – bergab: Frage er Siri heute nach den fünf größten Seen, bekomme er Bilder von Seen zu sehen, frage er nach Primzahlen, zeige ihm Siri Bilder aus der Gastronomie – von Hochrippe (“Prime Rib” statt “Prime Numbers”).

Zuvor habe Siri im Seen-Beispiel eigenständig verstanden, dass bei einer Anfrage wie “X größte Y in Z” eine Suche bei der Wissens-Suchmaschine Wolfram Alpha durchzuführen sei. Auch heute könne (die englische Version von) Siri dort suchen – oft funktioniere das aber nur, wenn der Benutzer Befehle wie: “Wolfram Alpha: Was sind die fünf größten Seen in Kalifornien?” gebe. Das sei unpraktisch, Siri müsse dies selbst verstehen.

Wozniak hält die Technologie immer noch für die Zukunft, sieht aber gerade angesichts dieser Rückschritte Verbesserungsbedarf. Auch wünsche er sich, dass die Software es eines Tages verstehen könne, wenn ein Benutzer sich beim Aussprechen von Befehlen selbst korrigiere.

“Woz” nicht der einzige Kritiker

Mit seiner Kritik an dem Spracherkennungs-Assistenten, den Apple als wichtigstes Feature des iPhone 4S bewirbt, steht Wozniak nicht alleine: Intern sollen einige Apple-Mitarbeiter meinen, Steve Jobs wäre angesichts der Mängel verrückt geworden, einige iPhone-4S-Kunden haben gegen Apple sogar eine Sammelklage wegen irreführender Werbung eingereicht.

Apples heutiger CEO Tim Cook räumte kürzlich bei seinem Auftritt auf der “D”-Konferenz ein, dass sich Siri noch verbessern lässt – und kündigte Neuerungen für die nahe Zukunft an. In der Tat soll Siri mit dem iOS 6 einige neue Funktionen dazu lernen und auch mit dem neuen iPad funktionieren. Wie viel intelligenter die Software in Zukunft sein wird, bleibt abzuwarten.

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Weitere Themen: iPhone 4s, Steve Wozniak


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