iPhone 4S: Siri ist langweilig, aber nützlich

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Am Freitag erschien das iPhone 4S in Österreich, in Deutschland ist es schon zwei Wochen auf dem Markt. Einer der Highlights ist der Sprachassistent Siri, der – zumindest solange es keinen Hack gibt – ausschließlich auf dem neuen Apple-Smartphone zu Hause ist. Der Assistent unterstützt den Anwender beim Anlegen von Terminen, Telefonieren SMS schreiben und mehr. Einfach über Spracheingabe diktiert der iPhone 4S-Besitzer seinem Telefon, was zu tun ist. Das Besondere an Siri ist, dass er nicht nur per Spracheingabe einzelne Befehle erkennt, sondern das Gesagte auch interpretieren will. Ich konnte Siri nun einige Tage ausprobieren, und es wird Zeit, ein Zwischenfazit zu ziehen. Die Funktion überrascht zunächst, wird dann aber schnell langweilig. Doch das macht nichts.

iPhone 4S: Siri ist langweilig, aber nützlich

Spracherkennung besser als anderswo

Siri wird durch einen langen Druck auf den Homebutton oder einen kurzen Druck auf den Headset-Knopf gestartet. Nach einem Bestätigungston kannst Du Deine Wünsche vortragen.
Siri überrascht, er versteht die Sätze wirklich gut. Natürlich erkennt er nicht jedes Wort richtig, besonders Namen nicht. Zudem stört manchmal eine Art Autokorrektur: “Steff” wird “Steffi” – und wenn Siri diesen Namen in den Kontakten sucht, findet er folglich nicht den gewünschten.
Insgesamt funtkioniert die Spracheingabe vergleichbar wie die Texteingabe per Tastatur – also recht gut. Ärgernisse wie bei Computer-Call-Centern gibt es nicht. Flüssig sprechen ist allerdings eine Voraussetzung. Stockt man zu lange, sieht Siri den Text als beendet an. Nochmal ansetzen und eine Notiz weiterdiktieren ist leider nicht möglich.

Interpretation und Antworten “ausbaufähig”

Jetzt muss Siri nur noch einen Sinn in dem Gesagten erkennen – eine Herkulesaufgabe. Das wahre Potential wird sich wahrscheinlich erst in den nächsten Jahren zeigen. Was steckt wirklich in Siri?
Die Beispiele in den ersten Medienberichten lassen den Assistenten wirklich zu einer Person werden, mit der man ganz normal kommunizieren kann. Relativ schnell entlarvt man einige der Dialoge allerdings als

Easter Eggs, als eingespeicherte Sätze, die sich immer wieder wiederholen.

Aus der anfänglichen Begeisterung wird schnell Langeweile. Zum Unterhalten sollte man sich doch lieber wieder mit den Freunden treffen.

Aber Siri ist dafür ja nicht gemacht worden. Siri soll Aufgaben verstehen und ausführen können. Der notwendige Wortschatz muss dafür natürlich gar nicht so groß sein.. Aktuell findet man einige Floskeln, die Siri gut deuten kann. Aber den Satz “Ich verstehe nicht, was Du mit … meinst” höre ich noch zu oft.

Funktionen: Wenige, aber vernünftige

Hierzulande kommen wir noch nicht in den vollen Siri-Genuss. Die Ortssuche ist zum Beispiel aktuell nur in den USA verfügbar. Und ganz generell hat Apple Siri weniger zugetraut, als der Assistent wahrscheinlich jetzt schon können müsste – siehe unseren eigenen Beitrag.

Doch Siri ist ganz offiziell noch in der Testphase, und in den nächsten Monaten und Jahren werden sicher neue Möglichkeiten hinzukommen.

Und für was ist Siri jetzt schon gut? Termine eintragen klappt zum Beispiel wunderbar, SMS schreiben auch. Sicher braucht das nicht jeder, aber ich finde die Funktion sehr, sehr nützlich. Gehe ich zur Arbeit und habe eine Idee, nehme ich einfach das Headset und diktiere Siri eine Notiz, SMS oder einen Termin. Das iPhone bleibt in der Tasche, und die Texteingabe läuft besser als im Gehen zu tippen.

Fazit: Beta-Phase mit großem Potential

Siri ist nicht so unterhaltsam, wie man meinen möchte. Die “lustigen” Sprüche haben sich bald erschöpft, dann langweilen die bekannten Aussagen. Vermutlich wird Apple sogar in diesem Bereich das ein oder andere Bonbon nachreichen.

Stattdessen sehe ich den Assistent

als Werkzeug an, als Hilfsmittel, wenn ich nicht gerade zum Telefon greifen kann oder will. Ein Kontakt aus dem Adressbuch ist mit Siri oft schneller gefunden, als über die Kontakte-App. Großer Nachteil allerdings: eine Internetverbindung ist zwingend erforderlich.

Aktuell wirkt Siri auf den Endverbraucher also noch nicht umwerfend, aber nützlich. Es scheint sehr viel Potential in der Funktion zu stecken. Apple bezeichnet es ja selbst als Beta-Phase, der Sprachassistent ist also noch am Reifen.

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