Sammelklage gegen In-App-Lockangebote

Katia Giese
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Sammelklagen gegen namhafte Gegner sind eine beliebte Methode in den USA, um nicht nur Medienaufmerksamkeit zu erregen, sondern auch noch großzügige Summen an Schadensersatz zu kassieren. Die jüngste einer solchen Klage gegen Apple hat die umstrittenen In-App-Verkäufe zum Gegenstand. Die Kläger sind vor allem um ihren Nachwuchs besorgt, der bei kostenlosen Spielen mit In-App-Verkaufsangeboten Muttis Kreditkarte gefährdet.

So hatte die zwölfjährige Tochter eines Klägers mit Papas Erlaubnis die kostenlosen Spiele “Zombie Cafe”, “Treasure Story” und “City Story” heruntergeladen. Mit den anschließenden In-App-Einkaufen belastete die Kleine jedoch Papas Kreditkarte mit 200 US-Dollar, der nun die Schuld bei Apple sucht. Apple hat in diesen Fällen bereits für erhöhte Sicherheitsanforderungen gesorgt, indem bei solchen In-App-Käufen das Passwort abgefragt werden muss. Eltern kritisieren jedoch, dass bei erfolgreicher Passwort-Eingabe 15 Minuten lang weiter eingekauft werden kann, ohne dass das Sicherheitswort erneut eingegeben werden muss.

Außerdem sei das Passwort dasselbe wie für den iTunes Store, das die cleveren Kleinen natürlich schon auswendig kennen. Die Kläger behaupten, hinter den In-App-Verkäufen steckt ein ganzes Geschäftsmodell, das vor allem Kinder als Zielscheibe hat. Viel zitiert wird auch das in Deutschland beliebte Spiel “Smurfs’ Village“, bei dem der Spieler verlockt wird, sich die den Schlümpfen so wohltuenden “Smurfberries” zu kaufen. Hierdurch konnte sich Apple “Millionen von US-Dollar in die eigene Tasche wirtschaften”, klagen Eltern und spielen auf einen möglichst großzügigen Strafschadensersatz an, den sie sich von dem juristischen Feldzug erhoffen.

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