Courier wiedergeboren: Taposé für iPad erschienen

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Schon seit über einem Jahr gibt es immer wieder Videos, die das Konzept des nie erschienenen Microsoft Courier als App auf Apples iPad zeigen. Seit heute ist die Anwendung nach diversen Streitigkeiten mit Apple im App Store verfügbar.

Taposé wurde im vergangenen Mai durch ein Kickstarter-Projekt reanimiert und auch vom Ex-Microsoft-Mitarbeiter J. Allard mitfinanziert. Allard war einer der Köpfe hinter der Courier-Idee und hatte das Unternehmen kurz nach dem unrühmlichen Ende des Projekts verlassen.

Bereits im Mai 2011 präsentierten die beiden Entwickler Benjamin Monnig und Ricky Drake ein erstes Konzept der Courier-Portierung für Apples iOS.

Taposé soll ein einfaches Erstellen von Inhalten ermöglichen. Dafür bietet die App eine Mischung aus Notizblock und diversen von iOS bereit gestellten Werkzeugen, wie Karten, Browser, Audio-Rekorder, etc. Als Eingabemethode kann auch der Finger oder ein Stift verwendet werden. Ein Online-Speicher erlaubt das Speichern der Notizen im Web. Dort können die Notizbücher nebst Bildern, Audio- und Video-Aufnahmen gespeichert werden.

Die sogenannte Slide Bar, welche vertikal durch die Bedienoberfläche verläuft, erlaubt es dem Benutzer leicht zwischen den zwei getrennten Bildschirminhalten hin und her zu schalten.

Der Weg bis zur heute veröffentlichten App war nicht einfach, wie Benjamin Monnig gegenüber CNET sagte. So hatte man zunächst gehofft, dass die App bereits Ende Oktober im App Store verfügbar sein würde. Apple lehnte die App dann aber ab, weil sie in zwei getrennten Fenstern lief. Danach wurde sie nochmals abgelehnt, weil Kalender-Widgets und Erinnerungen in einer Art angezeigt wurden, die gegen Apples Richtlinien verstoßen.

Nachdem diese Fehler bereinigt waren, lehnte Apple die App Anfang März ein weiteres mal ab. Diesmal aufgrund des In-App-Abos für den Cloud-Speicher, welches sich jeden Monat automatisch verlängerte. Der Preis wurde daraufhin für ein jährliches Abo angepasst, welches sich nun nicht mehr automatisch verlängert. Monnig sagte, dass das Warten auf Apple in den vergangenen Tagen schrecklich gewesen sei: “Ich stehe immer noch ein wenig unter Schock.”

kann seit heute zum Preis von 2,39 Euro im App Store für das iPad heruntergeladen werden.

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