Wer sich nach dem Kauf von WhatsApp durch Facebook für Viber entschieden hat, dürfte nun einen eklatanten Nachteil darin erkennen. Denn derzeit werden Bilder und Videos ungeschützt übertragen und können so von Dritten mitgeschaut werden, während außerdem noch Standortdaten ohne Sicherung versendet werden.

Viber ungeschützt: Messenger überträgt Fotos und Standorte ungesichert

Die Cyber Forensics Research and Education Group der University of New Haven stellt eindrucksvoll in einem Video dar, dass die Daten von Messaging-Alternative Viber alles andere als sicher übertragen werden. Demnach könnten Angreifer die Daten problemlos aufzeichnen.

Öffentliche WLANs werden so zu beliebten Fallen für unbedarfte Viber-Nutzer, können doch durch Man-in-the-Middle-Angriffe Fotos, Videos und Kartenansichten des aktuellen Aufenthaltsortes des Absenders einfach abgegriffen und mitgelesen werden.

Ein weiteres Problem ist das Hinterlegen von Daten auf den Amazon-Servern, die Viber nutzt. Diese würden, so die Sicherheitsexperten der Universität, im Klartext abgespeichert und außerdem würde auch auf einen Authentifizierungsmechanismus verzichtet. Wer die betreffende URL kenne, könnte somit auf die Nutzerinhalte zugreifen.

Die UNHcFRaEG habe Viber über die Schwachstelle informiert, jedoch kein Feedback erhalten und sich daher für die Bekanntmachung der Erkenntnisse entschlossen.

Unterdessen arbeiten die Entwickler von Viber an einem Update für die iOS- und Android-Version des Messengers, der das Problem beheben soll. Wir geben euch Bescheid, sobald das Problem gefixt wurde.

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