Messenger-Sicherheitscheck: WhatsApp, Threema & Co. im Test

Jan Hoffmann
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Wegen Sicherheitsbedenken musste WhatsApp in den vergangenen Monaten viel negative Kritik einstecken, während sich andere Messenger diesen Umstand für Werbezwecke zu nutzen machten. Doch wie sicher ist WhatsApp, FaceTime und Co. tatsächlich?

Messenger-Sicherheitscheck: WhatsApp, Threema & Co. im Test

Spätestens seit der Übernahme von WhatsApp durch Facebook sprießen die angeblich sicheren Messenger-Dienste wie Pilze aus dem Boden. Die meisten WhatsApp-Alternativen werben dabei mit einer hochsicheren Verschlüsselung und damit, dass man keine Nutzerdaten auf den eigenen Servern speichere. Doch wie sicher sind WhatsApp und Co. tatsächlich? Die US-amerikanische Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) hat den Test gemacht.

Die Forscher der EFF (Electronic Frontier Foundation) haben rund 40 Messenger wie WhatsApp, Threema, Viber, Skype, iMessage, Textsecure oder Cryptocat unter die Lupe genommen und dabei einige interessante Fakten zu Tage befördert. Untersucht wurden die Anwendungen nach Geschichtspunkten wie etwa, ob die Kommunikation auf dem Weg zwischen Nutzer und Server verschlüsselt wird oder ob der Anbieter die Nachrichten auf dem Server speichert.

Ein ebenfalls wichtiger Punkt bei der Überprüfung war das verwendete Verschlüsselungsverfahren. Oftmals werben Messenger nämlich mit der Verschlüsselung der Nachrichten, um welche Art der Verschlüsselung es sich handelt und ob diese tatsächlich für eine sichere Kommunikation zwischen Server und App sorgt, wollen viele Anbieter jedoch nicht offenlegen.

WhatsApp-Skype-iMessage-Sicherheitscheck-Test

In allen sieben Kategorien gab es für Textsecure und Cryptoca einen grünen Haken, die zusätzlich als „Featured Tools“ empfohlen werden. Ebenfalls in allen Kategorien überzeugend sind laut der EFF die Dienste Chatsecure + Orbot, Signal/Redphone, Silent Phone und Silent Text. WhatsApp konnte im Test nur zwei der sieben möglichen Punkte erreichen, während der Blackberry Messenger und der Yahoo Messenger sogar noch schlechter abschnitten.

Etwas besser schneiden die hauseigenen Dienste von Apple ab: Immerhin fünf von sieben grünen Haken sammeln iMessage und FaceTime ein, lediglich ein Ungenügend in puncto Verifizierung der Kontakte und der Zugänglichkeit des Quellcodes.

Telegram und Threema stellen sich als durchaus brauchbare Alternativen zu WhatsApp heraus. Während bei Telegram die Konversationen nach dem Verlust der Zugangsdaten nicht mehr sicher ist, wird bei Threema ein Punkt bei der Offenheit des Quellcodes abgezogen.

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Während es noch vor einigen Jahren ausschließlich die die SMS-Nachricht zur mobilen Kommunikation gab, steht man heute vor einiger riesigen Auswahl an verschiedenen Messengern, welche allesamt ihre Vor- und Nachteile haben.

WhatsApp konnte gerade in den letzten Jahren ein phänomenales Wachstum verzeichnen und ist mittlerweile zweifelsohne der meistgenutzte und populärste Messenger für iOS und Android. Aber auch Telegram und Threema konnten in letzter Zeit viele Nutzer für sich gewinnen, da diese mit einer höheren Sicherheit und einem besseren Datenschutz werben. Der ein oder andere mag auch je nach Kontakt einen anderen Dienst nutzen, um mit der Bekanntschaft digital kommunizieren zu können.

Uns würde einmal interessieren, welchen Messenger ihr (am meisten) nutzt. Sollten wir euren Messenger vergessen haben, lasst es uns wissen!

Quelle: EFF

Weitere Themen: Skype, iMessage, Threema, Telegram, Viber fuer Android, FaceTime

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