WhatsApp: Android-User müssen (tatsächlich) Abogebühren zahlen

Langsam aber sicher scheint Schluss zu sein mit der Gratis-SiMSerei. Der überaus populäre Messaging-Dienst WhatsApp scheint jetzt seine Ankündigung wahr zu machen und bittet erste Android-Nutzer zur Kasse. Hat der Service auch als kostenpflichtiger Dienst eine Chance?

WhatsApp: Android-User müssen (tatsächlich) Abogebühren zahlen

Im Grunde war das ja abzusehen: Ein Service wie WhatsApp kann natürlich auch nicht unbegrenzt von gutem Willen, Luft und Liebe leben. Schließlich müssen Entwickler und andere Mitarbeiter, aber natürlich auch Server, die täglich mehrere Millionen Nachrichten übertragen, finanziert werden. Und wenn man keine Werbung machen möchte, muss die Kohle schließlich irgendwo herkommen.

Für etliche unbedarfte User dürfte es trotzdem eine unangenehme Überraschung sein, dass der Chat-Service jetzt ernst macht: Mehrere Android-Nutzer wurden darauf aufmerksam gemacht, dass sie WhatsApp nicht mehr kostenlos nutzen können. Die kostenfreie Nutzung sei auf ein Jahr begrenzt, für jedes weitere Jahr wird eine Abo-Gebühr von 0,99 US-Dollar (etwa 0,78 Euro) fällig. Eigentlich dürfte das auch niemanden wundern, schließlich hatte WhatsApp diese Gebühren von Anfang an angekündigt. Vielen Usern dürfte der angedrohte Preis allerdings schnell wieder entfallen sein, wer merkt sich das schon ein Jahr lang?

Seltsamerweise unterscheiden sich bei WhatsApp die Zahlungsmethoden zwischen den Anbietern: Auf iOS muss man zuerst bezahlen, um die App nutzen zu können – Abo-Gebühren gibt es allerdings keine, einmal gekauft und gut ist’s. Dem gegenüber steht das 99 Cent-Abo auf der Android-Plattform, das aber erstmal ein Jahr kostenfrei getestet werden darf. Schließlich ist das eine gute Möglichkeit, eine große Zahl Nutzer anzusammeln.

Mein geschätzter androidnext-Kollege Frank wurde ebenfalls bereits zur Zahlung aufgefordert, allerdings hat sich sein WhatsApp-Abo trotz Weigerung zur Zahlung erst einmal bis zum Januar verlängert – warum, da sind wir leider überfragt. Und gespannt, was dann im Januar passiert.
Knapp 80 Cent sollten allerdings für ein ganzes Jahr App-Nutzung für jeden User ein mehr als verkraftbarer Preis sein, das muss man in aller Fairness jetzt auch einfach mal festhalten. Es wird wohl trotzdem eine existenzielle Frage für WhatsApp sein, ob Nutzer tatsächlich bereit sind, Geld für die weitere Nutzung zu bezahlen und wie sich die Zahlungsaufforderung auf die Nutzerzahlen auswirken wird. Immerhin ist der Gruppendruck mittlerweile sehr hoch – ein großer Teil der iOS- und Android-Nutzer hierzulande verwendet schließlich WhatsApp, den jüngsten Gebühren und allen Sicherheitslücken zum Trotz. Warum? Weil’s bequem ist und die alle anderen es auch tun.

Für ein Jahr kann man sich WhatsApp aber in jedem Fall kostenlos aufs Smartphone holen:

Download: WhatsApp (kostenlos)

WhatsApp (kostenlos) qr code

Nutzt ihr WhatsApp und seid schon zur Zahlung aufgefordert worden? Sind die Abogebühren für euch in Ordnung oder werdet ihr künftig deswegen auf den Messenger-Client verzichten? Wir freuen uns darauf, eure Erfahrungen und Meinungen in den Kommentaren zu lesen!

[via Mobiflip]

► Tipp: Mit der WhatsApp-Prepaid-SIM immer WhatsAppen – auch ohne Guthaben

Dieser Artikel ist ursprünglich auf androidnext.de erschienen. androidnext und GIGA ANDROID sind jetzt eins. Mehr erfahren.

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