WhatsApp: Messenger-App stellt neuen Rekord auf

Philipp Süßmann
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Sie wird schon als SMS-Killer bezeichnet und wenn man den Trend ansieht könnte WhatsApp diese Bezeichnung tatsächlich verdient haben. Denn die Nutzungszahlen der Messenger-App schnellen steil in die Höhe. Gestern gab der Dienst einen neuen Milliarden-Rekord bekannt.

WhatsApp: Messenger-App stellt neuen Rekord auf

Im Oktober 2011 wurde vermeldet, dass der Messaging-Service WhatsApp eine große Marke erreicht hat: 1 Milliarde Nachrichten wurden damals täglich über den Service, der es erlaubt, Kurznachrichten, Bilder, Audio- und Videodateien über WLAN und mobiles Internet zu senden, verschickt. Schon damals wurde WhatsApp als Anfang vom Ende der klassischen SMS bezeichnet – die Untergangspropheten vom vorigen Jahr dürften sich jetzt bestätigt fühlen: Gestern twitterte WhatsApp einen neuen Nutzungsrekord und der ist nicht von schlechten Eltern. 10 Milliarden Nachrichten werden laut des Unternehmens mittlerweile jeden Tag verschickt, die Nutzung hat sich also innerhalb von 10 Monaten verzehnfacht.

Bei täglich 4 Milliarden versendeten und 6 Milliarden empfangenen Nachrichten dürften bei WhatsApp also gerade die Korken knallen – auch wenn mittlerweile längst nicht mehr alles rosig im WhatsApp-Land ist: In den letzten Monaten machte der Messenger immer wieder wegen Sicherheitslücken Schlagzeilen. Beispielsweise war es bislang möglich, alle in einem WLAN versendeten Nachrichten mitzulesen – einfach, weil Nachrichten im Klartext und nicht verschlüsselt verschickt wurden. Dieser Missstand wurde zwar mittlerweile behoben, aber Sicherheitsbedenken gibt es bei WhatsApp auch noch an anderer Stelle: Der Dienst speichert beispielsweise weiterhin die Telefonnummern aller Kontakte des Nutzers auf seinen Firmenservern, um diese untereinander abzugleichen und im Programm selbst alle WhatsApp-Nutzer im eigenen Adressbuch anzuzeigen. Dieses Vorgehen verletzt nicht nur die Privatsphäre der User, sondern auch die seiner Kontakte – ohne dass diese es jemals erfahren.

Die Sicherheitsbedenken konnten dem Erfolg des Dienstes aber offenbar bisher nichts anhaben, was die veröffentlichten Zahlen deutlich machen. Ob es für WhatsApp weiter so steil nach oben geht und der Service tatsächlich der klassischen SMS den Garaus macht, wird sich noch zeigen. Gerade was die Sicherheit angeht, ist der Messenger aber möglicherweise auch nur einen Riesenskandal vom Backlash mit anschließenden Kollaps entfernt. Wir sind gespannt, wie sich die Sache entwickelt.

Nutzt ihr WhatsApp oder ist euch die Sicherheit für private Gespräche nicht hoch genug?

[via TheNextWeb]

► Tipp: Mit der WhatsApp-Prepaid-SIM immer WhatsAppen – auch ohne Guthaben

Dieser Artikel ist ursprünglich auf androidnext.de erschienen. androidnext und GIGA ANDROID sind jetzt eins. Mehr erfahren.

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