WhatsApp in China offenbar gesperrt

Martin Maciej

Besonders Geschäftsleute, aber auch ambitionierte Urlauber wählen heutzutage häufig China als Reiseziel. Immer wieder hört man Berichte von blockierten Webseiten und gesperrten Online-Diensten. Wie sieht das aus, wenn man WhatsApp in China nutzen möchte? Lange Zeit war dies problemlos möglich, inzwischen sieht es mit der Nutzung des beliebten Messengers aber anders aus. Wird WhatsApp in China geblockt?

Bereits seit 2009 ist etwa der Socia-Media-Gigant Facebook in China gesperrt. Auch nach mehreren Besuchen von Mark Zuckerberg beim Staatspräsidenten Xi Jinping hat sich daran nichts geändert. WhatsApp gehört inzwischen zu Facebook, hat sich der Bann also auf die Nachrichten-App übertragen? Bereits am letzten Mittwoch berichteten wir über mehrere Klagen von Nutzern, die in China nicht mehr störungsfrei auf WhatsApp zugreifen konnten. Offizielle Aussagen gibt es nicht, dennoch könnte hinter den Problemen beim Nachrichtenversand eine Sperre seitens der chinesischen Regierung stecken. Am 18. Oktober steigt der Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas.

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Wird WhatsApp in China geblockt?

Wer einen Trip nach Fernost plant, konnte in Hinblick auf die Kontaktmöglichkeiten lange Zeit aufatmen. Hat man eine Internetverbindung, ließ sich WhatsApp auch in China wie gewohnt nutzen. Damit scheint aber zumindest vorübergehend Schluss. Mehreren Nutzern zufolge funktioniert WhatsApp im Fernen Osten inzwischen nicht mehr (Stand: 20. September 2017). Der französische Sicherheitsexperte Nadim Kobeissi erklärt, dass die chinesische Firewall für eine Blockade von WhatsApp-Nachrichten überarbeitet wurde.

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Bereits im Juli berichtete die New York Times, dass Nutzer Probleme hatten, Nachrichten, Fotos und Videos zu verschicken. Damals war der Dienst noch nicht komplett eingeschränkt, allerdings sah man hier bereits Vorbereitungen, das Verschicken von Nachrichten über WhatsApp zu blockieren. Einige Nutzer können zwar noch auf WhatsApp-Dienste zugreifen. Allerdings werden diese so stark verlangsamt, dass die App nahezu unbrauchbar ist.

Auch Instagram ist in China gesperrt. Ein Großteil dieser Anwendungen wurde geblockt, nachdem Bilder der politischen Proteste in Hong Kong 2014 ihren Weg in die Öffentlichkeit über die sozialen Medien nahmen. Auch bei WhatsApp vermutet die chinesische Regierung aufgrund der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung vermutlich einen Kanal für die ungewollte Verbreitung von Informationen, News und Fotos politischer Kritik.

WhatsApp war in China erlaubt, Facebook nicht

Während WhatsApp hierzulande für viele Smartphone-Besitzer nahezu unverzichtbar ist, besitzt die App in China keine so große Popularität und ist entsprechend auch nur auf verhältnismäßig wenig Geräten zu finden. Chinesische Handybesitzer kommunizieren viel mehr über den im Heimatland entwickelten Dienst WeChat. WhatsApp wird vor allem für den Nachrichtenversand mit Kontakten im Ausland eingesetzt.

Fliegt ihr also in naher Zukunft geschäftlich oder privat in das Reich der Mitte, könnt ihr mit euren Freunden und Geschäftspartnern wohl nicht mehr über WhatsApp schreiben.

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