WhatsApp läuft heute ab: Vorsicht vor Abo-Falle und so sollte man handeln

Martin Maciej
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Der Messenger WhatsApp hat es sich auf zahlreichen Smartphones in der heutigen Zeit bequem gemacht. Mit der Anwendung könnt ihr ohne Zusatzkosten über das Internet mit all euren Freunden und Bekannten kommunizieren und dabei zusätzlich Bilder und Videos versenden. Doch was soll man tun, wenn es in der App heißt „WhatsApp läuft bald ab“?

Update: “WhatsApp läuft heute ab” ist eine Spamfalle (November 2015)

Aktuell kursieren vermehrt Werbe-Einblendungen auf mobilen Webseiten, die den Inhalt “Warnung: WhatsApp läuft heute ab!” anzeigen. Als Absender der Nachricht ist “whatsapp.cm” angezeigt. Tückisch bei der Meldung ist, dass diese vermeintliche Warnung auch auftaucht, wenn man eigentlich seriöse Webseiten besucht. So wurde die Meldung vermehrt nach dem Besuch des Webangebots einer größeren deutschen Tageszeitung gemeldet. In der Meldung wird man per “OK”-Button auf eine gefälschte WhatsApp-Seite weitergeleitet. Auf dieser erscheint dann die Meldung mit dem folgenden Wortlaut:

“Die Seite auf whatsapp.cm meldet: Ihr WhatsApp läuft demnächst ab! Laden Sie die neueste Version herunter, um unseren Gratisdienst weiter nutzen zu können.”

Zusätzlich ist ein Countdown im Bildschirm, der von 30 Sekunden nach unten zählt. Hierdurch soll zusätzlicher Druck beim Nutzer aufgebaut werden. Folgt ihr den Anweisungen auf dem Bildschirm. verlängert ihr jedoch keineswegs das angeblich zu enden drohende WhatsApp-Abo. Vielmehr wird man hier auf eine Webseite zum Download von Smartphone-Diensten wie Klingeltönen, Spielen etc. weitergeleitet. Wollt ihr auf diesem Weg das WhatsApp-Abo verlängern, schließt ihr unwissentlich ein Abo ab – die Falle schnappt zu. Für die Dienste werden monatlich 20 € verlangt.

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Zwar ist eine Nummer angegeben, über die sich das Abo angeblich kündigen lässt. So soll man eine SMS mit dem Inhalt “STOP ALL” an die Nummer 82555 senden. Ob dieser Weg der Abo-Kündigung allerdings funktioniert, steht noch nicht fest. Um generell Kostenfallen zu vermeiden, sollte man eine Drittanbietersperre einrichten. Zudem sollte man keine Updates oder App-Downloads aus unbekannten Quellen durchführen.

Nachfolgend erfahrt ihr, wie ihr handeln solltet, wenn das WhatsApp-Abo tatsächlich abläuft.

WhatsApp Verlauf sichern: Bild für Bild erklärt

WhatsApp läuft ab: Keine Kreditkarte zur Hand?

Das erste Jahr mit dem Messenger ist kostenlos, danach müssen jährlich 0,89 € abgedrückt werden. Im Vergleich zum Preis einer normalen SMS ein läppischer Preis, der einer kostenpflichtigen Verlängerung nicht im Wege stehen sollte.

Neben den 0,89 € könnt ihr auch weiter im Voraus planen und 2,40 € für drei, bzw. 3,34 für fünf Jahre bezahlen. Doch wie soll man bei WhatsApp bezahlen? Euch stehen hier die Zahlungsmethoden Google Wallet über Kreditkarte, PayPal oder Kauf per Mobilfunkabrechnung zur Verfügung. Die letzte Methode ist allerdings nur bei bestimmten Mobilfunkanbietern möglich und erfordert zudem in der Regel einen Mobilfunkvertrag, sprich, Nutzer von Prepaid-Tarifen können nicht mit dieser Methode bezahlen. Erhaltet ihr die Nachricht „WhatsApp läuft ab“, müsst ihr noch nicht sofort zum Geldbeutel greifen, sondern könnt die Meldung wegklicken, bis der tatsächliche Zeitpunkt des Endes eures kostenlosen WhatsApp Zeitraums gekommen ist.

  1. WhatsApp öffnen
  2. Einstellungen aufrufen
  3. Abschnitt Account
  4. Zahlungsinfo
  5. Laufzeiterweiterung erwerben

 

Bildergalerie WhatsApp für Android

WhatsApp läuft bald ab: Das sind die Kosten

1 Jahr 0,89 €
3 Jahre 2,40 €
5 Jahre 3,34 €

Läuft WhatsApp ab und ihr habt nicht vor, das Abo zu verlängern, bleiben euer Account und eure Daten erhalten. Ihr habt zwar keine Möglichkeit mehr, Nachrichten zu senden oder zuempfangen, könnt aber immer noch auf den bestehenden WhatsApp Verlauf mit allen Videos, Bildern etc. zugreifen.

WhatsApp: Deshalb sollte man nie die Kamera nutzen

WhatsApp läuft ab: Gibt es einen Trick zum Umgehen?

Naht der Tag vom Ende eures kostenlosen WhatsApp Zeitraums, öffnet die App auf dem iPhone, bzw. Android-Smartphone. Öffnet die Einstellungen und ruft dort unter „Account“ den Abschnitt „Zahlungsinfo“ auf. Hier könnt ihr einsehen, mit welcher Telefonnummer die installierte WhatsApp-Version verknüpft und erfahrt zudem, wann WhatsApp abläuft. Im Menü „Zahlungsinfo“ könnt ihr nun eine Zahlungsmethode auswählen, um WhatsApp zu verlängern. Gebt die dafür nötigen Daten in der App ein, z. B. den PayPal Zugang oder die Google Wallet-Daten. Könnt ihr selber nicht zahlen, könnt ihr die Option “Zahlungslink senden wählen”. Gebt einen E-Mail-Adresse an, an die der Zahlungslink geschickt werden soll. Über diese Adresse kann dann der Empfänger, z. B. ein Freund, nettes Familienmitglied oder die gute Oma den fälligen Betrag bezahlt, wenn sich euer WhatsApp Zeitraum dem Ende nähert. Der Empfänger des Zahlungslinks benötigt weder eure Telefonnummer, noch Zugriff auf das Smartphone und auch keine Passwörter für den WhatsApp Account o. Ä.

Bildergalerie Whatsapp Bezahlsystem

Achtet dabei darauf, die Daten für die WhatsApp Verlängerung nur über die App einzutragen. Stößt ihr beim Surfen auf einen Link, bzw. Banner, der euch dazu auffordert, Kontodaten für die WhatsApp Verlängerung einzugeben, schließt dieses Fenster sofort. Hierbei handelt es sich vermutlich um einen plumpen, aber leider effektiven Versuch eure privaten Daten auszuspähen. Läuft WhatsApp ab, solltet ihr nicht zu lange warten, um das Abo zu verlängern, bzw. zu bezahlen. Nach der Eingabe der nötigen Daten für den Zahlungsweg  muss noch der eine oder andere Tag für die Bearbeitung mitgerechnet werden. Nach dem die Zahlung eingegangen und eingebucht ist, findet ihr unter „Zahlungsinfo“ das neue Ablaufdatum für WhatsApp. Bezahlt ihr die Gebühr für den Messenger bevor WhatsApp abläuft, wird der bezahlte Zeitraum erst an das Ende des eigentlichen Ablaufs gehängt. Läuft WhatsApp zum Beispiel in zwei Monaten ab und ihr verlängert um ein Jahr, steht euch der Messenger ab diesem Zeitpunkt 14 Monate lang zur Verfügung.

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WhatsApp TV Spot
Da die WhatsApp Entwickler auch einen Obulus für das Programmieren der App benötigen, gibt es keinen Trick, mit welchem man umgehen kann, dass WhatsApp abläuft. Auch das Neuinstallieren hilft nicht, den Bildschirm „WhatsApp läuft ab“ zu beseitigen, da das WhatsApp Konto immer an die Telefonnummer und nicht an das Gerät selbst gebunden ist.

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