Alesis iO Dock: MIDI- und Soundinterface fürs iPad

Sven Kaulfuss
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Das iPad entwickelt sich in letzter Zeit vermehrt zum produktiven Werkzeug der „Soundbastler“, erst kürzlich stellte macnews.de mit dem Apogee JAM ein sehr nützliches Gitarreninterface vor. Das Alesis iO Dock* geht hingegen noch ein, zwei Schritte weiter und kombiniert eine ganze Armada von Anschlüssen für den professionellen Einsatz im Studio oder gar auf der Bühne.

Bisher existieren schon eine Vielzahl von Sound- und MIDI-Interfaces für das iPad, die jedoch jeweils als separates Zubehör zu erwerben sind. Das Alesis iO Dock dagegen kombiniert alle diese Möglichkeiten in einem einzigen Gerät. Wie der Name schon suggeriert, fungiert das iO als Dock. Das iPad wird seitlich in ein Gehäuse geschoben, und präsentiert sich dem Anwender leicht angewickelt, so dass er den Bildschirminhalt der jeweiligen App gut sehen kann. Die Anschlüsse und Regler finden sich um das Dock verteilt. Apropos, davon hat das Alesis iO Dock genügend – 2x XLR/Klinke (6,3mm), USB, MIDI In, MIDI Out, USB MIDI, Fußschaltereingang , 2x Klinkenausgang (6,3mmm) und einen Kopfhörerausgang mit separater Lautstärkeregelung. So arbeitet das Dock mit Mikrofonen, Gitarren, Studiomonitoren, PA-Lautsprechern, Kopfhörern und MIDI-Hardware (beispielsweise Keyboards) zusammen.

Auch an Details wurde gedacht: So verfügt das iO Dock zum Beispiel über eine zuschaltbare Phantomspeisung, so dass auch Kondensatormikrofone verwendet werden können. Der Gitarreneingang ist voll funktionsfähig, was meint, dass er für Amp- und Effektsimulationen geeignet ist. Selbst einen Videoausgang bietet das iO Dock für den Anschluss an TV oder Projektor – leider nur analog und somit nicht über HDMI. Somit gelten die selben Beschränkungen für die Darstellung am Bildschirm, wie von Apples bekannten Adapter. Laut Hersteller unterstützt das Dock nahezu jede Audio- und MIDI-App, zudem ist das Gerät Core MIDI-fähig. Mangels Test, können wir diese Aussage natürlich derzeit nicht prüfen.

Bleibt noch die Beantwortung der wichtigsten Frage: Arbeitet das Alesis iO Dock auch mit dem iPad 2 zusammen? Dies können wir bejahen, der Hersteller bestätigte dies auf der diesjährigen Musikmesse in Frankfurt – sowohl das originale als auch das iPad 2 wären demnach tauglich.

Vorteile:
+ zahlreiche Anschlüsse
+ Videoausgang
+ kompatibel zu iPad 1 und 2

Nachteile:
– nicht ganz billig
– weitere Nachteile ohne eigentlichen Test derzeit nicht ersichtlich

Fazit
Wenn das Alesis iO Dock im Juni 2011 den Markt betritt, dürften viele Musiker erwartungsvoll die Kreditkarte zücken. Einzigartig ist in jedem Fall die Kombination der gebotenen Anschlussvielfalt. Der Erwerb von separaten Adaptern wie dem Apogee JAM entfällt, wenngleich das iO Dock ungleich größer ausfällt und so etwas weniger mobil erscheint. Der Preis von circa 180 Euro erscheint anfangs sehr hoch. Beachtet man allerdings die Tatsache, dass gleich mehrere, bisherige Adapter somit obsolet werden, scheinen die höheren Kosten gerechtfertigt.

Alternativen
• in dieser Kombination derzeit nicht bekannt

Alesis iO Dock
Hersteller: Alesis
Preis: circa 180 Euro*

Weitere Themen: iPad, alesis

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