So süß! Während westliche Märkte mit einem seriösen Design umworben werden, plant der japanischen Messenger-Dienst „Line“ einen Smart-Home-Lautsprecher, der aussehen soll wie seine Maskottchen: Ein Comic-Huhn und ein Comic-Bär.

Line ist hierzulande kaum bekannt, im asiatischen Raum hingegen ist die Instant-Messaging-App mit über 400 Millionen Kunden eine ernst zu nehmende Konkurrenz zu WhatsApp oder dem chinesischen WeChat. Das japanische Unternehmen ist auf Expansionskurs: Ende des Jahres betritt es den Smart-Home-Lautsprecher-Markt und greift damit Amazon Echo und Google Home an.

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Smart-Home Speaker von Line: Brown der Bär und Sally das Huhn

Amazon hat Alexa, Google den Assistant, Apple kommt mit Siri – bei Line heißt die künstliche Intelligenz Clova. Sie soll in einen Lautsprecher namens WAVE integriert werden, im häuslichen Alltag helfen und Zugriff auf den LINE MUSIC Dienst bieten, der mit 40 Millionen Songs mit Spotify oder Deezer vergleichbar ist. Nur: WAVE sieht verhältnismäßig langweilig aus.

Viel interessanter ist da CHAMP, eine „tragbare Version“ von WAVE. Zwei Prototypen gibt es bereits zu sehen, sie orientieren sich optisch an den Maskottchen Brown (der Bär) und Sally (das Huhn). Dieser Ansatz ist erfrischend anders, denn so könnte die neuartige Gerätegattung vielleicht auch Skeptiker „überzeugen“.

 

Video: Ist Sally eine Ente oder ein Huhn?

Denn wer macht sich noch Bedenken über Datenschutz und Privatsphäre, wenn der digitale Assistent aussieht wie der Honigbär aus einem Kinderbuch? Wir werden sehen, ob Line die richtige Idee verfolgt. Allerdings sind Huhn und Bär erstmal nur für den japanischen Markt vorgesehen. Ob sie jemals einen Weg nach Deutschland finden werden, das darf stark bezweifelt werden.

Aber wer weiß – vielleicht nehmen sich Amazon oder Google ein Beispiel und bringen niedliche Varianten ihrer Lautsprecher auf den Markt. Oder es findet sich ein Dritthersteller, der Alexa in ein auf vergleichbare Weise ansprechendes Gehäuse packt. Bis dahin bleibt CHAMP eine interessante Akte in der großen Schublade voller Fälle zum Thema „Typisch Japan“.

Quelle: Line, Digital Trends

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