Apogee JAM: Gitarreninterface für iPad und Co

Sven Kaulfuss
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Dem iPad wird seitens Kritiker oft vorgeworfen, nur eine Maschine zum reinen konsumieren von Inhalten zu sein. Weit gefehlt, mit den passenden Apps und dem richtigen Zubehör entpuppt sich Apples Touch-Rechner als kleines Kreativitätszentrum. Unter Beweis stellt dies unter anderem das interessante Apogee JAM Gitarreninterface* – nicht nur ein bloßer Adapter, sondern ein echtes Audio-Interface. Grund genug für eine neue macnews.de-Produktvorstellung.

Die diesjährige Musikmesse Anfang April in Frankfurt hielt so manches Schmankerl bereit, einen besonderen Leckerbissen hatte Apogee im Reisegepäck dabei. Das JAM genannte Gitarreninterface erlaubt den direkten Anschluss einer E-Gitarre oder eines Basses an das iPad bzw. ebenso auch ans iPhone oder den iPod touch. Im Gegensatz zum alternativen iRig von IK Multimedia versteht sich das Apogee JAM als ein natives Audiointerface. Dies bedeutet, dass die Analog-Digital-Wandlung direkt im Interface vorgenommen wird und das iPad somit unmittelbar ein digitales Signal erhält. Aus diesem Grund erfolgt der Anschluss an die Touch-Flunder über den Dock Connector (Kabel liegt bei) und nicht wie beim iRig über den analogen Klinkeneingang. Die Wandlung wird dabei in 24-bit (44,1 kHz) vorgenommen – ein echter Vorteil gegenüber zuvor genannter Adapterlösung. Instrumente werden im Übrigen über eine klassische Klinke (6,3 mm) mit dem JAM verbunden, eine dreifarbige LED informiert in diesem Zusammenhang über den Zustand des JAM, inklusive der Warnmeldung eines etwaigen zu hohen Eingangspegels. Dieser kann direkt am Gerät über einen Steuerknopf eingestellt werden. Spezielle Treiber benötigt das Apogee JAM nicht, nur eine kompatible Audio-App sollte der angehende „Jimi Hendrix“ besitzen. Derzeit kann seitens des Herstellers eine Zusammenarbeit mit GarageBand für iOS garantiert werden, alternative Apps werden momentan noch getestet.

Zusatznutzen: Kompatibel zum Mac
Mit dem Apogee JAM legt man sich des Weiteren nicht nur auf die Nutzung mit iOS-Geräten fest. Dank des USB-Anschlusses (zweites USB-Kabel liegt bei) kann der Anwender das Gitarreninterface auch mit dem Mac verwenden. Treiber sind auch hierfür nicht notwendig, arbeitet der kleine Soundkasten doch direkt mit GarageBand für Mac, Logic Pro und jeder weiteren Core-Audio-Anwendung zusammen. Ein weiterer Vorteil gegenüber simplen Adapterlösungen.

Videovorstellung
macnews.de-Kollege Bernd T. Korz nutze die Gelegenheit auf der Musikmesse in Frankfurt sich das Apogee JAM vorführen zu lassen. Das untere Video aus der hoTodi-Reihe zeigt das Gitarreninterface im Einsatz – sehenswert.

Vorteile:
+ echte 24-bit-Analog-Digitalwandlung
+ funktioniert auch am Mac
+ keine Treiberinstallation notwendig

Nachteile:
– ohne eigentlichen Produkttest bisher keine erkennbar

Fazit
Keine Frage, dass Apogee JAM sollte in der Lage sein iPad-Musiker in seinen Bann zu ziehen. Bisher musste man simple und wohl auch qualitativ schlechtere Adapterlösungen nutzen – das JAM hingegen verspricht eine echte Analog-Digital-Wandlung „out of the box“. Zwar kostet dieses Gerät mit circa 90 Euro in etwa dreimal soviel wie beispielweise das iRig, verspricht jedoch auch mehr Möglichkeiten – zum Beispiel wäre hier zu nennen der gleichzeitige Einsatz am Mac. Daher lassen sich Nachteile nur aufgrund der bisher bekannten Informationen nicht ausmachen.

Alternativen
IK Multimedia AmpliTube iRig*
Peavey AmpKit

*

Apogee JAM
Hersteller: Apogee
Preis: circa 90 Euro*

Weitere Themen: iPad

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