EarPods: iFixit nimmt neue Apple-Ohrhörer auseinander

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Gibt es ein neues Apple-Produkt, nimmt iFixit es so bald wie möglich auseinander – so wird es auch beim iPhone 5 geschehen. Zunächst musste sich die Website mit den neuen EarPods begnügen – und konnte deutliche Verbesserungen im Vergleich zu Apples bisherigen Ohrhörern entdecken.

iFixit ist allerdings in erster Linie eine Reparatur-Website – weshalb es nicht ihre Aufgabe ist, die Tonqualität der EarPods zu überprüfen. Diesbezüglich wird sich noch zeigen müssen, ob Apples Behauptung, dass die mit solchen mithalten können, die hunderte Dollar kosten, Bestand hat.

Was die Verarbeitung betrifft, hat sich Apple allerdings tatsächlich ins Zeug gelegt: Schon die äußerliche Begutachtung der ins Kabel integrierten Fernbedienung mit Mikrofon zeigt, dass sich hier einiges verbessert hat. Das Kabel ist an beiden Enden der Fernbedienung durch Plastikmäntel besser geschützt. Auch befindet sich in der Fernbedienung kein “Gitter” mehr für das Mikrofon – wobei dieses bei den Vorgängermodellen der Website zufolge eine reine Attrappe war; auch in ihnen befand sich keine wirkliche Öffnung.

Das Öffnen der Fernbedienung zeigt aber außerdem, dass sie deutlich besser verschlossen ist – und so weniger anfällig für Feuchtigkeitsschäden durch Wasserkontakt oder auch Schweiß sein dürfte. Im Innenleben befinden sich wenig überraschend lediglich drei Knöpfe und ein Mikrofon – letzteres trägt die Bezeichnung 2F17 045, wobei iFixit erwartet, dass es sich um dasselbe Modell wie eines der drei Mikrofone im iPhone 5 handeln wird.

Wichtiger als die Fernbedienung sind natürlich die Ohrhörer selbst: Was diese betrifft, ist vor allem das Material der in ihnen enthaltenen Membran bemerkenswert. Anders als in früheren Modellen setzt Apple hier auf Papier statt Plastik. Das dürfte, so iFixit, die verbesserte Tonqualität im niedrigen und mittleren Frequenzbereich erklären, mit der Apple die Ohrhörer bewirbt. Auch sei die Wahrscheinlichkeit, dass das Papier bei hoher Belastung reißt, nicht so hoch wie bei der Plastikmembran.

Außerdem sehe der “Korb” (“Basket”) des Lautsprechers zumindest besser aus als der der Vorgänger-Modelle. Hierbei handle es sich um ein wichtiges Einzelteil, da es einerseits straff genug sein muss, um konstant gute Tonqualität zu ermöglichen, andererseits aber auch der Luft hinter der Membran die Möglichkeit lassen muss, sich frei zu bewegen.

Zu guter Letzt äußert sich iFixit zur Reparaturmöglichkeit: Diese sei weiterhin gering beziehungsweise überhaupt nicht vorhanden. Positiv sei zwar, dass der Kabel- und Feuchtigkeitsschutz sich verbessert habe, um Defekte zunächst zu vermeiden. Sind die Kopfhörer aber einmal defekt, handele es sich weiterhin um ein Wegwerfprodukt: Die Teile lassen sich kaum warten, und wer die Hörer einmal auseinander genommen hat, bekommt sie nie wieder so zusammen gesetzt, wie sie ursprünglich waren.

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