iPod classic und iPod shuffle: Diskussionen um nahes Ende

Totgesagte leben länger: Schon im im Februar wurden Vermutungen geäußert, dass Apple den iPod classic einstellt. Grund: Lieferverzögerungen. Wir glaubten nicht daran, den der MP3-Player war und ist mit seiner 160-Gigabyte-Festplatte der Experte für Speicherplatz. Zudem belegte er zu dieser Zeit immer noch den fünften Platz der meistgekauftesten Musikspieler in den USA. Nachlieferungen kamen dann doch wieder.

Unangefochtener Sieger ist der iPod classic immer noch beim Preis/Speicherplatz-Verhältnis unter den Musikspielern. 160 Gigabyte bietet kein anderer Apple-Player, für die 229 Euro UVP (bei Amazon ab 208 Euro) gibt es gerade mal einen iPod touch mit 8 Gigabyte. Hat er trotzdem ausgedient?

Ein paar Einschätzungen verschiedener Portale:
- CNet sieht den Erfolg Apples darin, dass sich das Unternehmen auf “nur eine handvoll großartiger Produkte” konzentriert. Vielleicht sei es für die iPods also Zeit, zu gehen, die Leute können sich ja ein iPhone kaufen.
- Tuaw kann sich nur die Einstellung von classic und shuffle vorstellen, die Touchscreen-Player dürften aber bleiben.
- macnews.de sieht nano und touch ebenfalls alleine im Portfolio. Die größte Neuerung nächste Woche sei eine neue Farbe: iPod touch in Weiß.
- “Die Verkaufszahlen des iPod classic und des iPod shuffle werden immer weniger”, schreibt telekom-presse.at relativ unkonkret, “somit scheint die Einstellung dieser beiden Produkte unaufhaltsam.”
- Auch MacTechNews sieht es als plausibel, dass der Shuffle geht und der iPod nano das Einsteigermodell wird.
- Macerkopf fällt es schwer, das zu glauben. “Nur wenn Apple den Rest der iPod Familie so anpasst, dass die neuen Geräte die auslaufenden Modelle adäquat ersetzen, könnte eine Ablösung bevorstehen.”
Und ich? Es klang oben wahrscheinlich schon etwas an: Ich will es nicht glauben, dass Apple den Speicherexperten und das günstigste Modell aus dem Programm nimmt. Beide Player sind für manche Wünsche, Anwendungen und Situationen nicht durch die anderen existierenden Musikspieler ersetzbar.


