Verschläft Apple die Uhr-Zeit?

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Die Zukunft des Telefons liegt nicht in der Hosentasche. Sie ist am Arm. Zwei Hersteller präsentieren zur Zeit auf der CES in Las Vegas Produkte, die Uhr und Handy vermischen, beziehungsweise verbinden. Eines dieser Unternehmen hört sogar auf den Namen Sony. Dabei erinnern die Neuvorstellungen doch stark an einen Musikspieler von Apple

Verschläft Apple die Uhr-Zeit?


Sie sind schick, praktisch und lösen den “Will haben”-Reflex aus: Uhren mit Touchscreen von Sony und i’m. Nein, nicht weil sie einfach die Zeit anzeigen, warten wir schon jetzt wieder sehentlichst auf das nächste Weihnachten. Sondern weil sie ein halbes Smartphone sind – beziehungsweise der verlängerte Arm des Handys. Das Smartphone bleibt

nämlich jetzt in der Hosentasche und wird dank drahtloser Verbindung von der Uhr aus gesteuert. Musiksteuerung – läuft über die Uhr. Kontakt heraussuchen – läuft über die Uhr. Anrufen – läuft über die Uhr (und Headset). Mails lesen – läuft über die Uhr. Facebook checken – na, ihr wisst schon….

Die gebräuchlichsten Möglichkeiten sind von vornherein in den smarten Uhren integriert. Das Potential für weitere Apps ist unermesslich, und wird sicher begeisterte Entwickler finden. Denn: Im Inneren der Uhren tickt das Betriebsssytem Android.

Sony will die SmartWatch (Bild links) im März für 149 Dollar auf den Markt bringen. Die i’m watch (Bild ganz oben) startet ab 249 Dollar und kann bereits bestellt werden.

Wir iPhone-Nutzer bleiben bei den Neuvorstellungen übrigens nicht außen vor: Auch wir können unser Smartphone mit I’m Watch koppeln. Der Hersteller führt iOS (neben allen anderen wichtigen Systemen) als unterstütztes Betriebssytem auf.

Was gibt es von Apple? Siri. Wir können uns dank Sprachassistent im iPhone 4S ebenfalls über das Wetter informieren, und eine eintreffende SMS lassen wir uns vorlesen. Aber einiges geht mit einem Touchscreen einfach leichter, schneller, besser. Die Uhr als Zweit-Touch-Display für das Handy, das hat was.


Warum gefällt uns diese Uhr so gut? Weil sie den Apple-Style hat. Die Produkte erinnern auf den ersten Blick an den iPod nano. Zubehörhersteller haben für den kleinen Musikspieler schon seit über einem Jahr Armbänder im Programm – angefangen vom 10 Euro-Silikon

bis hin zum 60 Euro-Produkt (im Bild: iPod nano mit LunaTik). So am Arm befestigt ist die Ähnlichkeit des iPod nano mit den Android-Uhren frappierend. Alles nur geklaut. (Im Übrigen orientiert sich der ganze Produktkatalog von i’m an ein uns wohlbekanntes Unternehmen aus Cuptertino…)

Der iPod nano ist ein “Standalone-Gerät”, kommt mit 8 oder 16 Gigabyte Speicher (i’m watch hat magere 64 Megabyte), aber verbindet sich nicht mit einem Handy. Musik und Zeit, damit haben sich die Funktionen weitgehend erschöpft.

Leider.

Es wird Zeit, dass Apple das Betriebssystem des kleinen Klipps aufbohrt und mehr bietet. Mit einem Bluetooth- und WLAN-Modul steht dann die große weite Welt offen: Der iPod nano könnte damit zur Konkurrenz für die Android-Uhren werden, also eine Fernsteuerung und Zweitdisplay für das iPhone. Netter Nebeneffekt: Auch iTunes Match findet somit Einzug auf dem Musikspieler. Naja, ein bisschen schrumpfen müsste er noch, denn von der Fläche her ist er für schlanke Arme einfach zu groß. Von Apple erwarten wir natürlich eine perfekte Lösung.

Die Smart-Uhren werden ein neuer Trend. Apple springt ungern auf fahrende Züge auf, sondern geht lieber seine eigenen Wege. Wird es deshalb keine Apple-Uhr geben? Der iPod nano ist so nah an den Konkurrenz-Konzepten, das wir auf eine iOS-Uhr hoffen können.

Sonst werden SmartWatch und I’m Watch unsere Einstiegsdroge für Android.

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