Ich liebe meinen iPod shuffle.

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Das traditionelle iPod-Event von Apple wird zur iPhone-Veranstaltung. Die ersten Vermutungen werden deshalb geäußert, dass Apple den iPod classic und den iPod shuffle aus dem Produktkatalog streicht. Mindestens einer wird darüber trauern: unser Redakteur Sebastian Trepesch. Er liebt seinen Musikspieler. Ein Bekenntnis:

Ja, ich stehe zu meinem iPod shuffle.

Mit dem kleinen Musikspieler wird man schnell belächelt: “Du wolltest wohl ein Apple-Produkt, und für mehr hat es nicht gereicht?”

Nein, mehr will ich oft nicht, und weniger will ich nicht. Natürlich habe ich ein iPhone, das mir einige Gigabyte Musik für unterwegs bietet. Ich habe auch ein iPad, das ich gerne an die Stereoanlage anschließe. Doch der Kopfhörer steckt unterwegs und im Büro die meiste Zeit im grünen Shuffle.

Warum höre ich am liebsten mit dem kleinsten iPod? Ich brauche die sechs Knöpfe, weil ich ein elendiger Vorspuler, Rückspuler, Überspringer und Mehrfachhörer bin. Der Musikspieler bleibt ständig in der Hand, und ich kann ihn blind bedienen. Sogar in der Jackentasche.

Das geht mit dem iPhone nicht, beziehungsweise (über die Headset-Fernbedienung, soweit vorhanden) lange nicht so gut.

Der iPod shuffle wird unterschätzt.

Ein MP3-Player aus dem Supermarkt tuts genauso, und kostet nur ein Drittel?

Nein.

Der iPod shuffle (ca. ) ist unscheinbar, in ihm steckt mehr als man denkt.

Das fängt beim Design an. Wenn das Produkt die meiste Zeit in der Hand liegt, soll es sich vernünftig anfühlen. Der Button ist so angenehm, dass man den Daumen gar nicht mehr wegnehmen möchte. Das polierte Aluminium hebt sich deutlich von Billigplastik ab.

Die aktuelle Generation (auf den Fotos grün) ist ein klein wenig rutschiger als die vorvorletzte (auf dem Foto silbern; Das Modell habe ich verloren – an meine Schwester… ). Aber wenn der Spieler aus der Hand rutscht, baumelt er halt am Kopfhörerkabel. Ohne, dass es mir die Hörer aus dem Ohr zieht.

12,5 Gramm ist der iPod shuffle schwer. Anklippbar. Der Akku hält viele Stunden.

Das Highlight ist VoiceOver: Eine Stimme navigiert mich durch die Playlisten und Audiotitel. So finde ich mich in den 2 Gigabyte Songs und Podcasts problemlos zurecht. Sicher, mit einem Display geht’s manchmal vielleicht schneller. Aber so kann der Player in der Jackentasche bleiben.

In der Großstadt rennt man bei dem Blick auf einen Bildschirm eh nur vor ein Auto.

Nicht zu verachten ist die nahtlose Anbindung des Shuffles an iTunes, die Billigplayer nicht haben. Wie oft habe ich welchen Song gehört? Kann ich nachschauen. Und die Synchronisation mit den intelligenten Wiedergabelisten läuft von selbst. Ich muss ihn nur an den Rechner anstecken, und schon habe ich die neuesten Podcasts geladen.

Treue trotz Beziehungskrise.

Meine Beziehung zum iPod ist nicht ganz ungetrübt. Ich hatte bereits die zweite Generation, den weißen Plastikstick (der sich ebenfalls gut anfühlte). Er lässt sich nicht mehr an Rechner oder Steckdose laden, und gibt folglich keinen Mucks mehr von sich. Darüber muss man hinweg, es hält halt doch kein technisches Gerät ewig. Leider.

Ich habe der Modellreihe trotzdem die Treue gehalten, zumal die Produkte immer besser wurden.

So hoffe ich, dass ich mir noch in 3 Jahren einen neuen iPod shuffle kaufen kann.

Der iPod shuffle muss weiterleben!

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Weitere Themen: iTunes für Mac, iPod


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