Marktübersicht: UMTS-WLAN-Router für iPod touch und Co.

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Integriertes UMTS können zur Zeit nur das iPhone und die 3G-Modelle des iPads in der Apple Welt vorweisen. MacBooks müssen noch immer über einen nicht unbedingt hübsch anzusehenden USB-Stick ins mobile Internet gebracht werden, der iPod touch und die WiFi-Modelle des iPads können selbst diese Option nicht nutzen. Mobile UMTS-Router die ihre Verbindung über WLAN anderen Geräten zur Verfügung stellen, empfehlen sich daher als die Lösung für die Behebung dieses Problem.

Im folgenden Artikel präsentieren wir einen kurzen Marktüberblick und fassen ebenso die Vorteile dieser Geräte zusammen.

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Nutzungsmöglichkeiten und Vorteile mobiler UMTS-WLAN-Router
Bei einem mobilen UMTS-WLAN-Router handelt es sich im Grunde genommen um das portable Pendant des heimischen DSL Routers. Die Geräte nehmen eine SIM-Karte auf und verfügen über einen integrierten Akku, der den Einsatz unabhängig von einer Stromquelle ermöglicht. Da die Modelle meist sehr klein und handlich sind, können sie bequem überall mitgenommen werden und sollten das Reisegepäck des digitalen Nomaden nicht sonderlich erschweren. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig, besonders Apple-Nutzer profitieren davon:

• Ersatz für den unhandlichen UMTS-USB-Stick am MacBook.
• iPad-WiFi-Modelle und der iPod touch können auch unterwegs auf das Internet zugreifen.
• Mobile FaceTime-Untersützung für iPhone 4 und iPod touch (neues Modell 2010), auch entfällt die Downloadbeschränkung des AppStores.
• Durch die Nutzung über WLAN wird Strom gespart, sowohl am MacBook, als auch beim iPhone (kann im 2G-Modus betrieben werden).
• SIM- und Netlockfreie iPhones nutzen günstige Prepaid-Tarife für Telefonie, die Internetverbindung erfolgt über die Flatrate-Karte im UMTS-WLAN-Router.

Der Pionier: Novatel MiFi
Novatel gilt als Vorreiter der neuen mobilen UMTS-Router. Besonders in den Staaten erfreuen sich die MiFi-Modelle einer hohen Beliebtheit. Relativ flach und leicht ermöglicht dieses Modell bis zu fünf Geräten die gemeinsame Nutzung der Internetverbindung. Der Akku ist hinreichend stark und sollte zwischen vier und fünf Stunden den Router mit Strom versorgen können. Als Besonderheit bietet der Novatel MiFi

* integriertes GPS, allerdings konnte er sich mit einem Preis von über 200 Euro in Deutschland nicht so richtig durchsetzen.

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Günstig: Huawei E5 und Co
Der chinesische Hersteller Huawei, vor allem bekannt für seine Auftragsfertigungen für diverse Netzbetreiber, wollte dem MiFi nicht nachstehen und präsentierte mit dem Huawei E5830 ebenso einen mobilen UMTS-WLAN-Router. Besagtes Modell gab es jedoch zunächst nur in England und Österreich beim Netzbetreiber 3 zu erwerben. Anfangs entwickelte sich daher ein reger Warenverkehr auf eBay Mittlerweile hat o2 das verbesserte Modell Huawei E5* (vor kurzem auch bei den Macdeals vorgestellt) im Programm. Dieses bietet als Neuerung ein Punktmatrixdisplay, welches über zahlreiche Parameter informiert. Allerdings ist dieses verspiegelt und somit bei Sonnenschein schlecht abzulesen. Wie auch beim MiFi hält der Akku rund vier bis fünf Stunden. Sein größter Vorteil ist sicherlich der günstige Preis von ca. 130 Euro, alternativ kann er auch über eine günstige Ratenzahlung direkt bei o2* erworben werden. Baugleich zum Huawei E5 ist der TrekStor Portable Hotspot

*, der unter anderem auch in Deutschland verfügbar ist. Doch Vorsicht: Im Gegensatz zum Huawei E5 fehlt diesem das zusätzliche Netzteil. Allerdings lässt sich mit dem beiliegenden USB-Kabel auch ein entsprechendes Netzteil (beispielsweise vom iPhone) nutzen.

Spezialist: D-Link MyPocket DIR-457
Der D-Link My Pocket

* sieht dem Novatel MiFi sehr ähnlich, empfiehlt sich allerdings nur für spezielle Aufgaben. Der schwache Akku mit einer Laufzeit von rund 1,5 Stunden verhindert allzu lange Ausflüge. Auch der Preis von 150 Euro überzeugt nicht unbedingt. Dafür erlaubt das Gerät den kabellosen Anschluss von bis zu 16 Nutzern, gegenüber maximal fünf Teilnehmern bei den Modellen der Konkurrenz.

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Der Frischling: 4G Systems XSBoxGO
4G Systems hatte bisher mit der XS Box

* eine recht eigenwillige Lösung im Angebot. Notwendig zur Nutzung war ein schon vorhandener UMTS-USB-Stick, was das Gerät nicht unbedingt für den ultramobilen Einsatz qualifizierte. Neu dagegen und sowohl vom Design als auch der Leistung dem Huawei E5 nicht unähnlich präsentiert sich die XSBoxGO
*. Mit fünf Stunden Akku-Laufzeit und kompakten Ausmaßen dürfte das Gerät mit einem Preis von rund 130 Euro eine Alternative zum vorgenannten Modell sein. Allerdings verzichtet man dann auf ein Display wie beim Huawei E5, erhält hierfür jedoch vier LED-Anzeigen, die stylisch im oberen Bereich des Gehäuses verbaut sind.

Macmagazin-Empfehlung
Allen Routern gleich ist die mehr oder weniger einfache Konfiguration über ein Webinterface, welches sich auch auf dem iPad oder dem iPhone aufrufen lässt. Betrachtet man Preis und Leistung möchten wir derzeit eine Empfehlung vor allem für den Huawei E5* bzw. dem TrekStor Portable Hotspot

* aussprechen. In jedem Fall ist es schön zu sehen, dass dieser neue Marktbereich vermehrt neue Modelle hervorbringt, die es erlauben auch ohne integriertem UMTS-Modul mit iPod touch und Co mobil im Netz unterwegs zu sein.

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Weitere Themen: iTunes für Mac, Wlan, iPod


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