SOL REPUBLIC: Tracks Kopfhörer im Test

GIGA-Wertung:
4

Wer sich heutzutage Kopfhörer für seinen MP3-Player oder sein Smartphone kaufen will, hat jede Menge Auswahl. Zur Frage nach Klang gesellt sich mittlerweile so auch die Frage nach dem Design. In beiden Punkten brauchen sich die On-Ear Kopfhörer aus dem Hause SOL REPUBLIC absolut nicht zu verstecken.

SOL REPUBLIC: Tracks Kopfhörer im Test

Zum ersten Mal gesehen haben wir die SOL REPUBLIC Tracks auf der IFA 2012, mittlerweile gibt es die Kopfhörer auch bei uns zu kaufen und wir haben auch endlich ein Testgerät erhalten, dass ich euch im folgenden Testbericht gerne etwas näher bringen will.

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SOL REPUBLIC Tracks: Bildergalerie

Bildergalerie SOL REPUBLIC Tracks Kopfhörer

SOL REPUBLIC Tracks: Das Design

Wir sind in einer Zeit angekommen, in der sich so gut wie alles individualisieren und somit dem ganz persönlichen Geschmack anpassen lässt. Keine Ausnahme sind hier die Tracks-Kopfhörer von SOL REPUBLIC, die sich durch eine ganz besondere Funktion auszeichnen: Das Kopfband lässt sich sehr leicht austauschen, zur Auswahl stehen derzeit acht verschiedene Farben (plus zusätzliche Sonderausgaben), auf welche die Ohrmuscheln (“Sound Engines”, wie der Hersteller die Teile nennt) aufgeschoben werden. Damit aber nicht genug, denn nicht nur für das Kopfband stehen verschiedene Designs zur Auswahl, selbst das Kabel der Tracks-Kopfhörer lässt sich schnell austauschen.

Insgesamt setzt das Unternehmen auf ein minimalistisch/leicht futuristisches Design, die Markenpräsenz wird durch das symmetrische Logo auf den Sound Engines und dem Hersteller-Schriftzug auf dem Kopfband zwar deutlich, ist dabei aber dennoch eher unaufdringlich.

Die mir vorliegende Tracks-V8 Version mit weißem Kopfbügel hat schwarz-metallisch glänzende Sound Engines, daneben gibt es aber ebenfalls noch andere Ausgaben. Eine der großen Vorteile des Kopfband-Designs ist, dass es aus einem sehr stabilen proprietären Material namens FlexTech gebaut ist. Dadurch ist zumindest der Bügel so gut wie unzerstörbar (natürlich ist dort ein Weg, wo ein Wille ist, aber wer will schon mutmaßlich seine Kopfhörer zerstören? Und selbst dann wird es schwierig, wie auch im Video unten zu sehen ist). Leider hat diese Konstruktion aber auch einen Nachteil, wie im Abschnitt zum Tragekomfort nachzulesen ist.

Das Kopfhörerkabel ist mit einer kleinen Fernbedienung und integriertem Mikrofon ausgestattet, sodass die Kopfhörer auch problemlos als Freisprechanlage eingesetzt werden können (sowohl bei iOS- als auch bei Android-Geräten). Zumindest beim iPod/iPhone kann die Fernbedienung dazu genutzt werden, die Lautstärke zu regeln und das Abspielen eines Liedes zu pausieren/zu starten.

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Auf allen Android-Geräten, die ich mit den Tracks-Kopfhörern getestet habe (Samsungs Galaxy Note 2, Galaxy S2  und S3, Nexus 4 und Galaxy Nexus) funktioniert leider nur der Pause/Play-Knopf der Fernbedienung. Für mich kein Problem, da man die Lautstärke auch relativ einfach am Gerät nachregeln lässt (sogar durch eine Hose), aber dennoch wäre es natürlich toll, wenn auch auf Android-Geräten alle Funktionen der Fernbedienung genutzt werden könnten.

Auch die Verarbeitung ist überzeugend und ich kann mir gut vorstellen, dass die Tracks-Kopfhörer auch nach geraumer Zeit noch gut aussehen und ebenso angenehm zu tragen sind.

SOL REPUBLIC Tracks: Der Klang

Zur Auswahl stehen zwei verschiedene Sound Engines, die sich – wie bereits erwähnt – durch verschiedene Features auszeichnen. Zum einen sind sie ein wenig unterschiedlich gestaltet, viel wichtiger aber ist, dass sie sich im Klang und auch im Preis unterscheiden. SOL REPUBLIC selbst bewirbt die beiden Versionen folgendermaßen:

  • SOL REPUBLIC Track mit Sound Engine V8: Tiefer Bass und klare Höhen
  • SOL REPUBLIC Tracks HD mit Sound Enigne V10: Tieferer Bass, klarere Höhen und knackiger Gesang

Für mich ist der Klang der SOL REPUBLIC Tracks  im Gesamtbild der Kopfhörer der wahre Sieger, denn das Preis-/Leistungsverhältnis ist hier im Gegensatz zu vielen anderen auf dem Markt erhältlichen Angeboten wirklich ausgezeichnet. Los geht’s ab 99 Euro für die Version mit V8- Sound Engines, für die Tracks HD 119 Euro fällig.

Ich höre zwar vorwiegend elektronische Musik und (guten) Rap, lausche aber auch gerne mal akustischen Klängen und ja, auch Metal läuft bei mir ab und an. Und ich muss sagen, dass ich mit dem Klang (vor allem auch in Anbetracht des Preises) sehr zufrieden bin. Wie vom Hersteller versprochen, ist der Klang sehr ausgewogen, die Bässe sind tief, ohne dabei verzerrt oder „matschig“ zu klingen. Und auch der Mitten- und Höhenbereich wird klar und sauber wiedergegeben. Vorrangig werden also zwar vor allem solche Hörer Gefallen an den Kopfhörern finden, die eher Bass-lastige Musik hören, aber auch alle anderen werden definitiv nicht enttäuscht.

SOL REPUBLIC Tracks: Der Tragekomfort

Natürlich ist neben dem Design und dem Klang auch der Tragekomfort äußerst wichtig. Der Steckmechanismus der Tracks-Kopfhörer ist so clever wie funktional. Die Ohrmuscheln werden ganz einfach auf den Bügel aufgeschoben, sind die beiden Teile einmal verbunden, lassen sich die Ohrmuscheln anpassen, dennoch verrutscht nichts.

Als Brillenträger muss ich sagen, dass ich den Tragekomfort der Tracks zwar in Ordnung finde, nach etwas längerem Tragen können die eng aufliegenden Kopfhörer aber dann doch schon etwas zu Drücken anfangen, vor allem durch meine Brillenbügel wird es hier dann etwas unangenehm. Damit das FlexTech-Band nicht von oben auf den Kopf drück, ist ein kleines Polster angebracht, das mit Kunstleder überzogen ist.

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Etwas gewöhnungsbedürftig ist außerdem, dass das Kopfhörerbügel gefühlt ziemlich weit vorne auf dem Kopf sitzt, aber das ist wohl eher Gewöhnungssache. Grund dafür ist das Design der Tracks: Da das Kopfhörerbügel aus „einem Guss“ stammt, sind natürlich auch kein flexiblen Scharnier angebracht, die die Ohrmuscheln besser an die Ohren anpasst. Außerdem entsteht durch das Design ein weiterer kleiner Nachteil, denn das Anpassen des Sitzes der Sound Engines auf dem Kopfhörerbügel kann zu einer kleinen Herausforderung werden. Während klassische Kopfhörerdesigns diese Anpassung über ein Bügel-Raster ermöglichen, müssen beim Tracks die Sound Engines etwas umständlich hin- und hergeschoben werden, bis diese dann schlussendlich richtig auf dem Kopf und auf den Ohren sitzen. Das ist möglich und wenn die Teile einmal richtig sitzen, muss man auch eigentlich nicht wieder erneut Hand anlegen, es ist nur eben ein wenig umständlicher.

SOL REPUBLIC Tracks: Mein Fazit

Die SOL REPUBLIC Tracks-Kopfhörer sind äußerst belastbare und stabile Kopfhörer mit einem ausgewogenen Klang, die zu einem wirklich fairen Preis zu haben sind. Die zusätzliche Möglichkeit, das Design relativ frei dem eigenen Bedürfnis anzupassen ist ein weiteres tolles Feature, über das sich viele Kunden freuen dürften. Ein wenig zurückstecken muss man leider beim Tragekomfort, der in Anbetracht der restlichen Features aber meiner Meinung nach problemlos in Kauf genommen werden kann.

Hier noch ein Interview mit Scott Hix, dem CEO von SOL REPUBLIC, der den Jungs von Allround PC auf der IFA 2012 ein wenig über die Kopfhörer und das Unternehmen erzählt hat.

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