ASUS Tinker Board - Alle Infos und Artikel

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Beschreibung

Erneut kommt ein Einplatinencomputer auf den Markt, der im Voraus von vielen Seiten als Raspberry-Pi-Killer bezeichnet wird. Mit der richtigen Unterstützung des Herstellers und der Community könnte da diesmal aber auch wirklich etwas dran sein. Der “Tinker Board” getaufte Mini-Computer kommt nämlich nicht von irgendeinem kleinen Hersteller, sondern vom Hardware-Riesen und Mainboard-Spezialisten ASUS und ist dazu noch überaus kompatibel zur Peripherie des großen Vorbilds, dem Raspberry Pi.

ASUS Tinker Board Logo

Unter den Einplatinencomputern ist der Raspberry Pi nach wie vor der Platzhirsch. Die Raspi-Alternativen werben oft mit leistungsfähigerer Hardware oder besonderen Features, was häufig aber auch mit einem ordentlichen Aufpreis daherkommt. Das ASUS Tinker Board versucht hier einen Kompromiss einzugehen, indem es den Raspberry Pi 3 hardwaretechnisch zwar klar übertrumpft, dafür aber nur wenig Neues bietet. Ein Vorteil dieser Strategie ist, dass ASUS so mit den gleichen Ausgängen und Abmessungen rein physisch die Kompatibilität zu vielen Peripherie-Geräten sowie den Gehäusen herstellt.

ASUS Tinker Board

ASUS Tinker Board -Hardware-Spezifikationen im Vergleich zum Raspi

Von den Abmessungen und Anschlüssen her hat ASUS mit dem Tinker Board einen wahren Raspberry-Klon hergestellt – aber aus gutem Grund. Bei der Draufsicht wirkt das schwarz-türkise Board von ASUS mit den farbcodierten GPIO-Pins lediglich etwas farbenfroher. Ansonsten sitzen die Anschlüsse für USB, LAN, Klinke, HDMI, microUSB sowie CSI, DSI und GPIO-Pins an den von den B-Modellen des Raspberry Pi 2 und 3 bekannten Stellen.

Auf der Hardware-Seite bietet das Tinker Board mit dem Rockchip RK3288, 2GB LPDDR3 RAM, Gigabit-LAN, HDMI 2.0 und der Unterstützung von 192kHz/24-bit-Audio klare Vorteile gegenüber dem gerade einmal 25 Euro günstigeren Raspberry Pi 3 Model B. Derweil gibt es – wahrscheinlich um die Kompatibilität zu wahren – keine weiteren Anschlüsse wie beispielsweise SATA und auch die vier USB-Anschlüsse sind “nur” USB 2.0. Einen kompletten Vergleich der Spezifikationen haben wir euch in folgender Tabelle zusammengefasst:

  Raspberry Pi 3 Model B ASUS Tinker Boad
Raspberry Pie 3B Artikelbild
asustinker1
CPU Broadcom BCM2837 – ARM Cortex-A53 (4×1,2 GHz) Rockchip RK3288 – ARM Cortex-A17 (4×1,8 GHz)
GPU Broadcom Dual Core VideoCore IV (300/400 MHz) Mali-T764 MP4 (600 MHz)
RAM 1 GB LPDDR2 2 GB LPDDR3
GPIO 40 Pin-Header (bis zu 26 GPIO) 40 Pin-Header (bis zu 28 GPIO)
Anschlüsse RJ45, microSD, HDMI 1.3, 3,5 mm Klinke, 4 x USB 2.0, 1 x Micro-USB (OTG), CSI, DSI RJ45, microSD, HDMI 2.0, 3,5 mm Klinke, 4 x USB 2.0, 1 x Micro-USB (OTG), CSI, DSI
Netzwerk 10/100 Mbit/s LAN, WiFi 802.11 b/g/n, BT 4.1 1 Gbit/s LAN, WiFi 802.11 b/g/n, BT 4.0
Maße 93 mm x 63,5 mm 93 mm x 63,5 mm
Gewicht 40 g 55 g
Preis ~ 40 Euro ~ 65 Euro
Release 02/2016 02/2017

ASUS Tinker Board – Betriebssystem

Da das ASUS Tinker Board gerade erst erschienen ist und sich wie andere Einplatinencomputer vorrangig an Entwickler und Hobby-Bastler richtet, ist die Unterstützung von Betriebssystemen noch gering. Aktuell könnt ihr das TinkerOS – ein Debian-Derivat, ähnlich Raspbian – von der offiziellen Seite herunterladen.

Bildquellen: Raspberry Pi Foundation, ASUS

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